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Wechsel von Essen nach Buer

Markus Pottbäcker zum neuen Propst an St. Urbanus ernannt


Buer
. Markus Pottbäcker wird neuer Propst und Pfarrer der Propsteipfarrei St. Urbanus. Der 47-Jährige tritt die Nachfolge von Wilhelm Zimmermann an, den Papst Franziskus am 14. März zum neuen Essener Weihbischof ernannt hatte. Die Gläubigen der sieben zu St. Urbanus zählenden Gemeinden erfuhren dies am Wochenende in den hl. Messen, wo eine entsprechende Mitteilung des Bischofs Dr. Franz-Josef Overbeck verlesen wurde. Zimmermann wird am 29. Juni geweiht werden, Pottbäcker, bislang Pastor der Gemeinde St. Joseph in Essen-Steele-Horst, wird sein neues Amt aber erst am 1. September antreten. So wird es in der Propstei eine kurze Zeit der Vakanz, die ein neuer Kaplan überbrücken helfen soll, geben. „Das liegt einerseits an Verpflichtungen, die ich noch habe, andererseits wäre ein Wechsel in der Ferienzeit wohl auch nicht so sinnvoll, weil die Gemeindemitglieder ja teilhaben wollen“, sagte Markus Pottbäcker der Wochenzeitung Neues Ruhr-Wort.

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Markus Pottbäcker. Foto: Achim Pohl/Bistum Essen

Seine bisherige Gemeinde umfasst rund 6000 Gläubige, in der Pfarrei St. Urbanus wird er für mehr als sechsmal so viele zuständig: Mit 38 600 Katholiken ist St. Urbanus die größte Pfarrei des Bistums Essen. „Ich habe schon Respekt, das ist eine ganz andere Dimension von Aufgabe“, sagte Pottbäcker.
Oz er gezögert habe, die Beauftragung anzunehmen? „Nein, wenn der Bischof mir die Aufgabe zutraut, habe ich nicht das Recht, abzulehnen“, sagte der neue Propst. „Aber es ist auch eine Aufgabe, auf die ich mich sehr freue. Ich bin sehr gespannt, die Menschen in Buer kennenzulernen“, betonte er. Mit dem Kennenlernen will er schon in den nächsten Wochen beginnen. Denn über die Pfarrei wisse er bislang recht wenig, so Pottbäcker, doch sei dies ein Vorteil, denn er könne sein Amt völlig unbefangen antreten. „Und für mich persönlich stehen nun natürlich auch ganz schlichte Dinge im Mittelpunkt: Auszug, Umzug, Einzug“, sagte Pottbäcker.
Umgezogen ist Pottbäcker freilich in der Vergangenheit schon häufiger: Geboren 1966 in Duisburg, studierte er nach dem Abitur ab 1985 Theologie in Bochum und Luzern, darüber hinaus auch Philosophie, Kunstgeschichte und Geschichte. 1992 trat er in das Priesterseminar ein und empfing am 20. Mai 1994 in Essen die Priesterweihe durch Bischof Dr. Hubert Luthe. Seine ersten Jahre als Kaplan führten ihn in die Oberhausener Pfarrgemeinde St. Marien. 1998 wurde er Stadtjugendseelsorger in Essen. 2006 ernannte ihn Bischof Dr. Felix Genn zum Pfarradministrator in der Pfarrei St. Markus in Essen-Bredeney. 2009 wechselte Pottbäcker in die Pfarrei St. Laurentius in Essen-Steele, wo er bis heute als Pastor tätig ist.
Viele Jahre war Markus Pottbäcker in der Seelsorge für junge Menschen tätig, als Jugendpfarrer (ab 1999), als Geistlicher Leiter der Katholischen Studierenden Jugend (2001) oder als Diözesanjugendseelsorger und Diözesanseelsorger des BDKJ (2003 bis 2009). So ist denn auch für den neuen Propst von St. Urbanus die Jugendarbeit ein „kostbares Feld der kirchlichen Arbeit“, das er weiterhin bestellen möchte.
„Ich bin von meinen bisherigen Tätigkeiten Verwaltung durchaus gewohnt und habe mich immer bemüht, gute Rahmenbedingungen für Seelsorge zu schaffen. Ich hoffe aber, dass ich trotzdem die Seelsorge in Teilen beibehalten kann“, sagte Pottbäcker. Boris Spernol