Märtyrer aus Bochum

Bruder_Pawel

Repro: Haas

Das Schicksal des gebürtigen Bochumers und Pallotiner-Bruder Pawel Krawczewicz, der im März 1945 im KZ-Außenlager Ohrdruf starb, ist in Deutschland bislang kaum bekannt. In Polen wurde der diözesane Seligsprechungsprozess hingegen schon im Jahre 2011 abgeschlossen und nach Rom weitergeleitet. Doch um einen Märtyrer auch selig sprechen lassen zu können, muss wohl auch formal nachgewiesen sein, dass diese Person als Christ getauft worden ist. Dies ist Reimund Haas nun gelungen. In der neuen Ausgabe von Neues Ruhr-Wort berichtet er über seine Recherchen.

Demnach wurde Bruder Pawel am 20. August 1907 als ehelicher Sohn Paul August der Eheleute Wladislaus und Hedwig Krawczewicz geboren und in der Pfarrei St. Franziskus getauft. „Nach dem völkerrechtswidrigen Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen wurde Bruder Pawel als „Intellektueller“ im Oktober 1939 vorübergehend in dem berüchtigten Pawiak-Gefängnis inhaftiert. Nach seiner Entlassung arbeitete er als Klosterpförtner“, berichtet Haas.Bruder Pawel meldete sich 1942 freiwillig als Seelsorger für die polnischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter in Deutschland. Im April/Mai 1944 wirkte er mit Andachten im Raum Stuttgart und Plochingen, wo er dann unter dem Verdacht, eine Verschwörung zu planen, von der Gestapo verhaftet, verhört und misshandelt wurde. Am 11. März 1945 starb an Lungentuberkulose im Alter von nicht ganz 38 Jahren verstarb.

Ein ausführlicher Bericht in Neues Ruhr-Wort, Nr. 30 vom 30. August 2014

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