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St. Gertrud setzt buntes Signal gegen HoGeSa-Demonstration

Essen. Angesichts der Ankündigung einer Demonstration des Bündnisses „Hooligans gegen Salafismus“ am Sonntag, 20. September, auf dem Viehofer Platz in Essen setzt die Essener Pfarrei St. Gertrud ein Zeichen für eine bunte, vielfältige und lebenswerte Stadt. Bevor die Kundgebung beginnt, lädt sie um 12 Uhr dazu ein, mit bunten Tüchern, Bettlaken und Transparenten zum Gertrudissaal, Eingang Viehofer Straße (gegenüber der Sparkasse) zu kommen. Mit diesen Tüchern soll anschließend der Zaun geschmückt werden, der das Kirchengelände vom Viehofer Platz abgrenzt. Wichtig ist der Pfarrei, dass der Zaun schließlich mit möglichst vielen bunten Transparenten behängt ist. Die Tücher sollen keine expliziten politischen Aussagen enthalten – hier behält sich die Pfarrei im Zweifel die Auswahl vor –, sondern für eine wache Willkommenskultur in Essen werben.

St. Gertrud ist die Pfarrkirche der Essener Innenstadtpfarrei und seit vielen Jahren stark in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Parallel zur HoGeSa-Demo feiert die Pfarrei den „Caritas-Sonntag“ gemeinsam mit der syrischen Gemeinde. Zudem feiert am Nachmittag die Gemeinde der englischsprachigen Afrikaner in der Kirche ihren regelmäßigen Gottesdienst.