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Vom Papst bis Helene

Das öffentlich-rechtliche Fernsehprogramm an den Weihnachtstagen.

Wie immer an den Feiertagen gilt – wer von Familie oder Essen genug hat, kann an die frische Luft gehen. Oder sich vor den Fernseher zurückziehen. Weihnachtliches Programm ist auf vielen Kanälen zu sehen. Für viele Menschen gehört der Kirchgang an Weihnachten zum Fest, aber nicht jeder schafft es. Für sie haben die öffentlich-rechtlichen Sender eine große Auswahl an festlichen Gottesdiensten im Programm. Und auch der päpstliche Segen „Urbi et Orbi“ darf nicht fehlen. Mit einer evangelischen Christvesper aus der Christuskirche in Schwelm stimmt die ARD ab 16.15 Uhr auf Heiligabend ein.

Um 18 Uhr läutet im ZDF „Weihnachten mit dem Bundespräsidenten“ die Feiertage ein. Das Zweite überträgt aus der Mainzer Kirche St. Stephan das festliche Konzert mit dem Domchor und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Im Anschluss begleitet das ZDF um 19.15 Uhr Markus Lanz, der unter dem Titel „Weihnachten in Bethlehem“ in der Geburtskirche und der benachbarten Katharinenkirche ein Konzert mit internationalen Stars präsentiert. Um 20.15 Uhr lädt das Zweite zum „Heiligabend mit Carmen Nebel“.

Das Bayerische Fernsehen überträgt ab 21.25 Uhr die „Heilige Nacht in Rom. Christmette mit Papst Franziskus“. Zum Mitfeiern einer evangelischen Christvesper aus der alten Stiftskirche in Fischbeck mit Landesbischof Ralf Meister lädt das ZDF um 22.30 Uhr ein. Mit dem Leitwort „Weil in der Herberge kein Platz für sie war“ ist die katholische Christmette aus der Pfarrkirche St. Sebastian in Püttlingen/ Saar überschrieben, welche die ARD um 23.15 Uhr überträgt und die vom Trierer Bischof Stephan Ackermann geleitet wird.

Am Ersten Weihnachtstag strahlt das Bayerische Fernsehen um 10 Uhr einen evangelischen Gottesdienst aus der Christuskirche in München aus. Er steht unter dem Motto „Wenn Unerwartetes hereinbricht in die Welt“. Einen katholischen Weihnachtsgottesdienst aus dem Dom in Passau mit Bischof Stefan Oster übertr.gt das Zweite um 10.45 Uhr. Im Anschluss schaltet der Sender um 12 Uhr nach Rom, wo Papst Franziskus eine Friedensbotschaft an die Welt richtet und den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ (Der Stadt und dem Erdkreis) spendet.

Die Macht der Äbtissinnen

Musikalisches Highlight am Nachmittag dürfte um 16 Uhr im MDR das große Stadion-Konzert zum Jubiläum des Dresdner Kreuzchores sein, der 2016 sein 800-jähriges Bestehen feiert. Die Kruzianer treten erstmals vor fast 20000 Zuhörern in einer großen Open-Air-Arena auf und präsentieren Weihnachtslieder. Schlagerfans kommen um 20.15 Uhr im ZDF bei der „Helene-Fischer-Show“ auf ihre Kosten. Launige Familienunterhaltung verspricht in der ARD die Verwechslungskomödie „Weihnachts-Männer“ mit Heiner Lauterbach, Wolfgang Stumpf und Oliver Korittke. Wer es spannender mag, dürfte im Anschluss um 21.45 Uhr an „Kommissar Wallander: Die weiße Löwin“ Gefallen finden.

Der Zweite Weihnachtstag ist von abwechslungsreicher Unterhaltung geprägt. Um 18.15 Uhr strahlt das ZDF die Dokumentation „Die Äbtissin. Eine Frau kämpft um die Macht“ aus. Hubert Wolf, katholischer Theologe und Bestseller-Autor, macht sich auf die Suche nach der verlorenen Macht von Äbtissinnen. Anschließend folgt um 19.15 Uhr „Album 2015 –Der politische Jahresrückblick“. Wie immer am Zweiten Weihnachtstag legt um 20.15 Uhr im ZDF „Das Traumschiff“ ab –Ziel ist Macau. Im Anschluss startet um 21.45 Uhr die „Kreuzfahrt ins Glück: Montenegro“. Spannungsreicher lässt die ARD den Tag ausklingen. Um 20.15 Uhr stehen im „Tatort: Benutzt“ die Kölner Ermittler vor einem Rätsel. Es folgt um 21.45 Uhr aus der Reihe „Kommissar Wallander“ die Folge „Lektionen der Liebe“.

Programm für die jungen Zuschauer

Auch für junge Zuschauer haben die Sender Geschenke ins Programm gepackt. Das ZDF verkürzt am 24. Dezember um 12.05 Uhr das Warten aufs Christkind mit der TV-Premiere des Spielfilms „Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist – große Freundschaft“. Um 16.30 Uhr strahlt der Mainzer Sender die Erstverfilmung von „Die weiße Schlange“ aus. Das Erste setzt seine verfilmten Weihnachtsmärchen in der Reihe „Sechs auf einen Streich“ fort. In Neuverfilmungen sind am ersten Weihnachtstag um 14 Uhr „Die Salzprinzessin“ sowie um 15 Uhr „Nussknacker und Mausekönig“ zu sehen. Einen Tag später strahlt die ARD zur selben Sendezeit „Prinzessin Marleen“ und „Der Prinz im Bärenfell“ aus. Angelika Prauß