Von Essen nach Trier

Dr. Marius Linnenborn, Pastor der Gemeinde St. Georg in Essen-Heisingen, wird zum 1. November 2016 neuer Leiter des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier. Er folgt damit Prälat Dr. Eberhard Amon, der die Aufgabe seit 1998 innehatte. Dies teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Freitag mit.

Dr. Marius Linnenborn. Foto: Pressestelle Bistum Essen

Dr. Marius Linnenborn.
Foto: DBK

Linnenborn wurde 1968 in Essen geboren. Er studierte Theologie und Kunstgeschichte in Bochum und Würzburg sowie von 1992 bis 1994  Liturgiewissenschaft an der Benediktinerhochschule Sant’Anselmo in Rom. Nach der Priesterweihe 1996 war er als Kaplan in Oberhausen und Essen tätig. Neben seiner Aufgabe in der Gemeindepastoral absolvierte er von 2005 bis 2008 ein Promotionsstudium in Rom. Danach war Linnenborn Wallfahrtsleiter des Ludgerus-Jahres 2009 in Essen-Werden. Seit 2010 ist er Pastor der Gemeinde St. Georg in Essen-Heisingen, die zur Pfarrei St. Josef (Ruhrhalbinsel) gehört. An der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster und an der Musikhochschule Köln hatte er in den vergangenen Jahren Lehraufträge für Liturgiewissenschaft. Außerdem ist Linneborn, der  als Kind selbst bei den Essener Domsingknaben sang, Geistlicher Beirat des Deutschen Chorverbandes Pueri Cantores.

Die Deutsche Bischofskonferenz dankte Prälat Dr. Eberhard Amon, der seit dem Jahr 1998 die Leitung des Deutschen Liturgischen Instituts innehatte. „Der promovierte Liturgiewissenschaftler lenkte mit großer Umsicht und liturgiepastoraler Expertise die Geschicke des Instituts. In diesem Zusammenhang wirkte er unter anderem als Sekretär der übernationalen Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet, in der Zeit zwischen 2005 und 2009 zudem als Geschäftsführer der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz“, heißt es in der Erklärung der DBK. Und weiter: „Im Rahmen seiner vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten war Prälat Dr. Amon so auch zwei Jahrzehnte lang maßgeblich beteiligt an der Erarbeitung und Gestaltung gottesdienstlicher Bücher. Leitend hierbei wie auch im Rahmen der liturgischen Fortbildung und Hilfestellung war für ihn stets die Sorge um eine authentische Feier der Liturgie und das dauernde Bestreben, den Menschen von heute immer neu Zugänge zu diesem Herzstück kirchlichen Lebens zu eröffnen.

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