Trauer um Prälat Mikus

In den späten Abendstunden des 1. Advents verstarb Prälat Hermann Mikus im Altenheim St. Elisabeth von Thüringen in Bochum-Wattenscheid. Er war im 98. Lebensjahr und im 68. Jahr seines priesterlichen Dienstes.

Prälat Hermann Mikus. Foto: rwm (Archiv)

Prälat Hermann Mikus.
Foto: rwm (Archiv)

Mikus wurde am 14. Mai 1919 in Bad Lippspringe geboren. Nach seiner Priesterweihe, die er am 2. April 1949 in Paderborn empfing, war er zunächst Pfarrvikar in Gevelinghausen mit der Privatkirche des Freiherrlichen Hauses von Wendt. Im Mai 1953 wurde er nach Wattenscheid versetzt, wo ihm der Dienst als Religionslehrer an den städtischen Berufs- und Berufsfachschulen, der Handelsschule sowie an der Zechenberufsschule übertragen wurde. „Aufgrund seines über 60-jährigen Wirkens in Wattenscheid war Prälat Mikus für viele das Gesicht von katholischer Kirche und geschätzt als aufmerksamer Begleiter in persönlichen und familiären Krisensituationen“, sagte Propst Werner Plantzen, Pfarrer von St. Gertrud, in Würdigung des Verstorbenen. „Durch das Pfarrpatronat St. Gertrud von Brabant ergab sich eine enge Verbindung mit Nivelles. Sie führte zu einer Pfarreienfreundschaft mit dieser von den Deutschen so arg zerstörten Stadt. Dank der Initiative von Prälat Mikus gibt es seit 1957 die jährliche Teilnahme der Wattenscheider an der Tour Sainte Gertrude, der sich weitere deutsche Gemeinden angeschlossen haben. Sein Wirken für Verständigung und Versöhnung hat ihn erfüllt und froh gemacht“, sagte Platzen.

Das Auferstehungsamt wird am Samstag, 3. Dezember 2016, um 10 Uhr in der Propstei St. Gertrud gefeiert. Am Donnerstag, 1. Dezember 2016, findet um 18 Uhr die Totenvesper in der Propsteikirche statt. Bis zur Beisetzung besteht die Möglichkeit des Verabschiedens von Prälat Mikus in der ehemaligen Taufkapelle des Kolumbariums St. Pius.

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