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Jugendbischof Oster: Eintreten für Vielfalt und gegen Populismus

Duisburg. Der katholische Jugendbischof Stefan Oster ruft zum Einsatz für gesellschaftliche Vielfalt und gegen Populismus auf.

Niemand dürfe ausgegrenzt und unterdrückt werden – «schon gar nicht die, die sich nicht wehren können», sagte er am Montag in Duisburg. Es gelte, für Respekt, Chancengleichheit und ein «würdiges Miteinander» einzutreten, so der Passauer Bischof bei der Zentralen Veranstaltung des 11. Josefstags der katholischen Kirche. «Wir glauben an einen Gott, der will, dass jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit zum Vorschein kommt», sagte der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz.

Jugendbischof Oster in Duisburg.
Foto: BDKJ-Bundesstelle)

Dies sei im Motto des Aktionstages «Eine/r von uns – Gemeinsam für ein buntes Land» treffend ausgedrückt. Oster äußerte sich bei einem Aktionstag in der Duisburger «Werkkiste», einer Einrichtung der katholischen Jugendsozialarbeit mit rund 60 Mitarbeitenden. Hier sind rund 700 junge Menschen in Ausbildung oder berufsvorbereitenden Maßnahmen; weitere 1500 Jugendliche werden in Berufsschulen begleitet. Der Bischof dankte allen, die jungen Menschen helfen, «ihren Weg in die Gesellschaft zu finden, in Arbeit und Ausbildung». Es sei ihm ein «riesen Anliegen», dass die Kirche für Chancengleichheit in Bildung und Ausbildung sorge.

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«Vorurteile aufzulösen und rechtspopulistischen Aussagen entgegenzutreten ist wichtige Aufgabe der Jugendsozialarbeit. Um dieses Bewusstsein müssen wir uns Tag für Tag in den Einrichtungen der katholischen Jugendsozialarbeit, aber auch außerhalb bemühen», erläutert Lisi Maier, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit für die Träger des Josefstags.

Engagement der «Werkkiste»

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) lobte das Engagement der katholischen Kirche in Jugendhilfe und -sozialarbeit. Die «Werkkiste» kümmere sich mit ihren vielfältigen Angeboten seit Jahren darum, Menschen Teilhabechancen und Perspektiven zu geben. Staat, Stadt und Kirche zögen hier an einem Strang. Gerade unter den «schwierigen Voraussetzungen einer finanziell armen Stadt» sei es eine bemerkenswerte Leistung, «dass wir den einzelnen Jugendlichen nicht aufgeben», unterstrich der Politiker. Das habe auch mit dem christlichen Menschenbild zu tun.

Am 19. März gedenkt die katholische Kirche des heiligen Josef, des Schutzpatrons der Arbeiter und Jugendlichen. Rund um diesen Termin finden neben der zentralen Veranstaltung in Duisburg bundesweit weitere Aktionstage statt. Veranstalter des Josefstags sind die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, die Initiative «arbeit für alle» des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit.

rwm/kna
Hintergrund

Der heilige Josef ist Schutzpatron der Arbeiter und Jugendlichen. Der Josefstag ist eine Aktion des „arbeit für alle e.V.“, einer Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. Gemeinsam mit der Duisburger Werkkiste und weiteren Einrichtungen der Jugendsozialarbeit führte der Trägerkreis die zentrale Veranstaltung durch.

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