Benediktinermönch fordert von Kirche mehr Umweltschutz-Einsatz

Symbolfoto: pixabay

Ein deutlich größeres Engagement der Kirche für den Umweltschutz fordert der Benediktinermönch Andreas Schmidt. „Kirche müsste beim Umweltschutz Vorreiter sein“, sagte der Cellerar (Wirtschaftsverwalter) des Klosters Plankstetten mit Blick auf den Welterschöpfungstag am 2. August. Die oberpfälzische Benediktinerabtei ist bekannt für ihr ökologisches Wirtschaften. Die Kirche habe bei diesem Thema nichts zu verlieren, „da kann sie nur an Authentizität gewinnen“, ergänzte Schmidt. „Ich verstehe nicht, warum unsere Kirchenoberen da nicht mehr Druck machen, auch politisch.“ 2015 hätten die Katholiken mit der Enzyklika „Laudato si“ vom Papst schriftlich bekommen, dass die Schöpfung in Not sei. Darauf nicht entsprechend zu reagieren, hindere die Kirche auch daran, Anschluss an eine „grüne“ Klientel zu finden, die mit Kirche sonst nicht viel am Hut habe. „Mir scheint, die Enzyklika wurde außerhalb der Kirche mehr wahrgenommen als innerhalb“, sagte Schmidt. Er frage sich etwa, „wo in der Heiligen Schrift steht, dass kirchliche Würdenträger große und teure Autos fahren sollen“. Durch die Verpachtung kirchlicher Flächen an konventionelle Landwirte trage die Kirche zur Überdüngung und Ausbeutung der Böden bei. Dieser Umgang mit der Erde tue Gott weh. Jeder könne einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, etwa nicht täglich Fleisch essen oder an der Qualität von Lebensmitteln sparen.

Am 2. August ist der Welterschöpfungstag. An diesem Datum hat der Mensch Umweltschutzorganisationen zufolge bereits alle von der Natur in einem Jahr produzierten Ressourcen aufgebraucht. Jedes Jahr fällt dieser Tag wegen steigenden Konsums auf einen früheren Tag im Kalender.

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Der 2. August ist kein guter Tag für die Erde. Dann ist Welterschöpfungstag – das Datum, an dem der Mensch bereits alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, die von der Erde in einem Jahr produziert werden. Jährlich rückt der Tag weiter nach vorn. Frater Andreas Schmidt (48) ist Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Ökologie auf Kirchengrund und Wirtschaftsverwalter, des „grünen“ Klosters Plankstetten. Die oberpfälzische Benediktinerabtei setzt sich stark für den Umweltschutz ein – ein Bereich, in dem auch die Kirche deutlich mehr tun sollte, wie Schmidt fordert.

Frater Andreas, wie sind Sie zum Umweltschützer geworden?

Schmidt: Durch einen Berufsschullehrer. Der hat damals so eindrucksvoll von seinem Engagement für den Landesbund für Vogelschutz gesprochen, dass ich dem Verein mit 16 beigetreten bin. Ich habe seinerzeit ja selbst erlebt, wozu Naturzerstörung führen kann.

Inwieweit?

Schmidt: In meiner Jugend wurde in unserer Gegend der Main-Donau-Kanal ausgebaut. Dadurch sind Feuchtwiesen verschwunden und mit ihnen der Eisvogel, den es hier einst gab. Solche Verluste an Vielfalt stimmen mich traurig, zumal als Christ. Denn in der Bibel heißt es über die Natur, sie sei „eine Schöpfung Gottes, dem Menschen anvertraut, sie zu bebauen und zu behüten“. Von zerstören steht da nichts.

Müsste die Kirche diese Botschaft laute…

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