Papst Franziskus: Gott wünscht keine widerwilligen Christen

Papst Franziskus hat Christen dazu aufgerufen, immer froh und hoffnungsvoll zu sein. „Der Herr will keine Männer und Frauen, die ihm widerwillig hinterhertrotten, ohne eine Leichtigkeit der Freude im Herzen“, sagte er am Mittwoch im Vatikan. Wer nicht fröhlich sei, könne auch die frohe Botschaft nicht verbreiten, so der Papst bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz. Verkünder Jesu werde man nicht mit rhetorischen Mitteln, sondern mit dem „Schimmer wahrer Glückseligkeit in den Augen“

Natürlich gebe es immer wieder Prüfungen im Leben und Gegenwind. Franziskus riet jedoch dazu, „gesunde Utopien“ zu pflegen, die die Wirklichkeit im Blick behielten, und sich nicht entmutigen zu lassen: „Träumen wir von einer anderen Welt. Und wenn ein Traum zerplatzt, träumen wir ihn erneut, indem wir aus der Hoffnung unserer Erinnerung an unseren Ursprung schöpfen.“ Für das Leben eines Christen sei maßgeblich, sich immer an Jesus zu erinnern, an das „Feuer seiner Liebe“, und mit diesem Feuer die eigene Hoffnung stets lebendig zu halten.

Jugendliche ermutigte der Papst zur Sinnsuche im Leben. „Junge Leute, die nichts suchen, altern vorzeitig und gehen verfrüht in Rente.“ Jeder Jugendliche trage den Wunsch nach Leben und Glück in sich. Eines der Anzeichen, die eigene Berufung zu erfahren, sei die Freude über die Begegnung mit Gott. „Ehe, Ordensleben, Priesterschaft: Jede wahre Berufung beginnt mit der Begegnung Jesu, der uns Freude und neue Hoffnung schenkt“, so der Papst. Der Weg der Christen führe durch Prüfungen und Schwierigkeiten hindurch zu einer immer erfüllenderen Begegnung mit Jesus.

kna
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