Harte Einschnitte: Pfarrei St. Joseph gibt drei Kirchen auf

Wie am Donnerstag bekannt wurde, wird die Pfarrei St. Joseph bis 2030 drei ihrer bislang fünf Kirchen aufgeben. Damit soll nach eigenen Angaben ein Defizit im eigenen Haushalt von jährlich rund 500 000 Euro abgewendet werden.

St. Joseph in Gelsenkirchen ist mit rund 15500 Gläubigen – verteilt über fünf Stadtteile – mit fünf Kirchen eine der kleinsten Pfarreien im Bistum Essen. Und auch eine der finanzschwächsten, die im Zuge des anstehenden Pfarrei-Entwicklungsprozesses wohl nicht um tiefe Einschnitte herumkommt, wie bei der Pfarreiversammlung am Donnerstagabend in der St.-Joseph-Kirche bekannt gegeben wurde. Dies bedeutet für viele einen schmerzhaften Abschied von liebgewonnen Gebäuden mit biografischer Bedeutung. Gleichwohl will die Pfarrei in all ihren Stadtteilen präsent bleiben. Wer sich bisher in den Gemeinden getroffen hat, soll dies auch weiterhin tun können. Und zugleich sieht das pastorale Konzept neue Wege für die Menschen vor: Die „ansprechBAR“ im Haus Eintracht, das Sozialpastorale Zentrum in Bismarck und ein neu entstehendes Zentrum am Stäfflingshof gehören dazu.

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Gelsenkirchen. St. Joseph in Gelsenkirchen ist mit rund 15500 Gläubigen – verteilt über fünf Stadtteile – mit fünf Kirchen eine der kleinsten Pfarreien im Bistum Essen. Und auch eine der finanzschwächsten, die im Zuge des anstehenden Pfarrei-Entwicklungsprozesses wohl nicht um tiefe Einschnitte herumkommt, wie bei der Pfarreiversammlung am Donnerstagabend in der St.-Joseph-Kirche bekannt gegeben wurde. Dies bedeutet für viele einen schmerzhaften Abschied von liebgewonnen Gebäuden mit biografischer Bedeutung. Gleichwohl will die Pfarrei in all ihren Stadtteilen präsent bleiben. Wer sich bisher in den Gemeinden getroffen hat, soll dies auch weiterhin tun können. Und zugleich sieht das pastorale Konzept neue Wege für die Menschen vor: Die „ansprechBAR“ im Haus Eintracht, das Sozialpastorale Zentrum in Bismarck und ein neu entstehendes Zentrum am Stäfflingshof gehören dazu.
Gemeindereferentin Christiane Rother erläuterte noch einmal die Einwohner-, Katholiken- und Gottesdienstbesucherzahlen. Es bestehe Handlungsbedarf, da die aktiven Christen immer weniger werden und dem Pfarreihaushalt ohne Veränderungen große wirtschaftliche Defizite bevorstünden. Prozessassistentin Andrea Hollinderbäumer gabe noch einmal einen Überblick über die sogenannten „Meilensteine“ im PEP. Immer wieder waren in den vergangenen zwei Jahren alle Pfarreimitglieder ausdrücklich zur Mitarbeit aufgerufen und eingeladen, sich über den Sachstand zu informieren. Rund 100 Ehrenamtliche beteiligten sich seit 2015 in sieben Gruppen, die übe…
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