Der letzte Sternsingersegen auf einer Zeche im Ruhrgebiet

Es war der letzte Sternsingerbesuch auf einer Zeche im Ruhrgebiet: 55 als Heilige Drei Könige verkleidete Mädchen und Jungen der Gemeinde St. Ludgerus/St. Bonifatius brachten am Freitag den Sternsingersegen ins Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop.

(Foto: Achim Pohl | Bistum Essen)

Begleitet wurden sie von Weihbischof Ludger Schepers. Betriebsdirektor Bernd Beier dankte den Kindern und ihren Begleitern für ihr Engagement. Die Bergleute hätten es in der Vergangenheit immer geschätzt, durch einen Eingang zu gehen, der ihnen zusätzlich Sicherheit biete bei ihrer Arbeit unter Tage. Das Bergwerk Prosper-Haniel ist seit der Schließung der Zeche Auguste Victoria in Marl am 18. Dezember 2015 das letzte aktive Steinkohle-Bergwerk im Ruhrgebiet. Es soll Ende 2018 geschlossen werden. Die Bergleute sammelten in diesem Jahr zusammen 900 Euro für die Sternsingeraktion.

Zum neunten Mal

Auf der Zeche waren die Kinder laut Angaben des Bistums Essen zum neunten Mal zu Gast. Wie in den Vorjahren sangen sie am Aufzugschacht zum Schichtwechsel ihre Lieder vor den Bergleuten und zeichneten mit Kreide „20+C+M+B+18“ für den Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) an die Tafel über denAufzügen. Die Aktion Dreikönigssingen, die das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ zusammen mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) veranstaltet, ist die weltweit größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. Im vergangenen Jahr kamen bundesweit etwa 46,8 Millionen Euro an Spenden zusammen.

rwm/kna
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