KEFB: Rita Hövelmann ist Nachfolgerin von Norbert Hendriks

Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen

Stabwechsel bei der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB) im Ruhrbistum: Mit einem Gottesdienst im Essener Dom und einem Empfang im Bischöflichen Generalvikariat hat das Bistum den langjährigen KEFB-Chef Norbert Hendriks am Freitag in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig begrüßten Generalvikar Klaus Pfeffer und zahlreiche Gäste aus der Bildungsarbeit auf Bistums- und Landesebene, der bischöflichen Verwaltung und den Kirchengemeinden Rita Hövelmann als neue Geschäftsführerin.

Mit 104 Mitarbeitern, rund 2000 Honorarkräften und 6749 Veranstaltungen im vergangenen Jahr ist die KEFB laut Angaben des Bistums Essen eine der großen Weiterbildungseinrichtungen in der Region. Hövelmann, die zuletzt die Standorte in Mülheim und Oberhausen geleitet hat und davor 20 Jahre lang in der Eheberatung tätig war, möchte nach eigenen Worten mit der KEFB in der Region „der beste und kundenfreundlichste Weiterbildungsanbieter mit christlicher Strahlkraft“ sein. Sie betonte am Freitag, ihre Wahl zur neuen Geschäftsführerin zeige, dass „Frau tatsächlich beides kann: Kirche und Karriere“. Ihr Ziel sei es, mit der KEFB „Menschen für Bildung und die Botschaft Jesu zu begeistern – und Teilhabe zu ermöglichen“.

Zahlreiche Weggefährten dankten Hendriks für seinen engagierten, fast 40-jährigen Dienst in der Bildungsarbeit des Bistums Essen. Nach einem Praktikum im katholischen Stadthaus Mülheim begann Hendriks 1978 in Duisburg, die katholische Bildungsarbeit aufzubauen. „Der Papst aus Polen“, sei der Titel seiner ersten Veranstaltung gewesen – zwei Wochen zuvor hatte Karol Wojtyla sein Amt als Papst Johannes Paul II. angetreten. Er habe von Beginn an „eine große Begeisterung“ für die katholische Bildungsarbeit gespürt, so Hendriks. Dabei hätten sich die Aktivitäten längst nicht auf den Raum oder die Themen der Kirche konzentriert. 1987 zum Beispiel habe er gemeinsam mit der Krupp-Belegschaft bei Mahnwachen im Streit um das von Schließung bedrohte Stahlwerk in Rheinhausen gestanden. Und mit Krupp-Betriebsräten „haben wir auch Bildungsveranstaltungen in der Rhenania-Klause gemacht“, erinnert Hendriks an eher unkonventionelle Orte der Weiterbildung.

Diese Erwachsenenbildung wurde 2005 im Zuge der finanziell bedingten bistumsweiten Umstrukturierungen unter Hendriks‘ Führung mit der ebenfalls traditionellen Familienbildung in der neu entstandenen KEFB zusammengeführt. Hendriks erinnerte daran, dass dies damals – angesichts einer Budgetreduzierung von insgesamt 40 Prozent – kein leichter Schritt gewesen sei. Auch bundesweit sei die fusionierte Gesellschaft zunächst „als Exot“ betrachtet worden. Erst im Nachhinein sei klargeworden, wie richtig der Schritt gewesen sei „alle Kräfte zu bündeln und die existenzielle Nähe der Familienbildungsstätten mit der Reflexion der Erwachsenbildung zusammenzuführen“. Nach Bistums-Angaben gibt es unter dem Dach der KEFB im Ruhrbistum zehn Familienbildungsstätten und neun Bildungswerke mit Standorten in allen Städten und Kreisen des Bistums. Im vergangenen Jahr haben rund 85.000 Menschen die Veranstaltungen der KEFB im Bistum Essen besucht.

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