Musikalische Lesung beendet Ausstellung

„Dich, Gott loben Raum und Zeit“ – unter diesem Titel findet am Sonn­tag, 8. April, um 15 Uhr in der Kir­che St. Lud­gerus in Gelsenkirchen-Buer an der Horster Straße 122 eine besondere mu­si­kalische Le­sung statt. Sie geht zurück auf ein Buch, das im Verlag des Neuen Ruhr-Worts erschienen ist.

Sie ist zugleich Ab­schluss der gleichnamigen Ausstellung mit großformatigen Bildern von Egon Stratmann zu Liedern aus dem Gotteslob. Mit­wir­kende sind die Schola der Chor­ge­meinschaft St. Lud­gerus unter Leitung von Walter Ignatows­ki (Orgel) zusammen mit Dr. Martin Patzek. Er trägt Meditationen über Lieder aus dem Gotteslob vor, die selbst auch an diesem Nachmittag zu hören sind. Die Ausstellung ist bis einschließlich Sonntag noch täglich von 16 bis 18 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Arbeiten gehören zu Stratmanns Zyklus „Bilder zu Psalmtexten an Sonn- und Feiertagen eines Kirchenjahres“ aus dem Jahr 2014, der 60 Arbeiten umfasst. Hierbei griff der Künstler aber nicht nur auf die Texte des damals konkreten Lesejahres zurück. Die Bilder entstanden jeweils an diesen Tagen, jeweils spontan, meist in den Abendstunden, teils auch bis in die Nacht hinein, und geben die Empfindungen des Künstlers beim Lesen der Worte des Psalmisten wieder. Stratmann schuf großformatige, ein Meter hohe, Gouachen, Mischtechniken (teilweise technischer wirkend mit Kreide) auf Aquarellpappe und auch reine Aquarelle in. Hierbei entstanden teils Farbempfindungen in freien Verläufen, aber auch konkretere Formen.

38 Bilder für Buchprojekt ausgewählt

Ende vorigen Jahres hat Stratmann 38 Bilder für ein Buchprojekt aus ihrem ursprünglichen Rhythmus genommen und in den Kontext einzelner Lieder aus dem Gotteslob gestellt, zu denen der Theologe Dr. Martin Patzek Meditationen geschrieben hat: Was haben Lieder aus dem „Gotteslob“ mit meinem Leben und meinem Christsein zu tun? Mit seinen Liedbeschreibungen, die über drei Jahre als „Lied des Monats“ im Neuen Ruhr-Wort erschienen sind, nimmt Martin Patzek auch die Dichter und Komponisten in den Blick, die die Geistesgegenwart Gottes spüren lassen.

„Sie nehmen uns mit in ihre Lebenswelt. Dort umfassen Gottes Wort und die Feier der Sakramente den Dienst der Liebe. Dadurch führt die caritative Diakonie zur Verkündigung und zur Feier der Sakramente“, so Patzek. „Die gefeierte Vergangenheit im ‚Gotteslob’ verweist nach vorn. Gutes zu tun ist die Signatur für praktisches Christentum.“ Unter dem Titel „Dich, Gott loben Raum und Zeit“ liegen die Texte nun als Buch vor (rwm_edition, 128 Seiten mit 38 farbigen Abbildungen, 10,90 Euro, ISBN 9783981864625).

Die Auslese der Bilder Stratmanns, die der Künstler selbst vornahm, folgte den Worten des Liedes aus dem Gotteslob sowie der meditativen dazugehörenden Betrachtung. Für Stratmann war dies auch ein spannender Prozess der Wiederannäherung und -begegnung mit seinen eigenen Werken, die bislang noch nicht öffentlich zu sehen waren. In St. Ludgerus zu sehen sind nun 14 Werke, die in ihrer Präsentation der Reihenfolge ihrer Zusammenstellung für das Buch folgen. Sie sind zwar, passend zur Kar- und Osterwoche, auf die österliche Bußzeit und die Osterzeit fokussiert, reichen aber auch darüber hinaus. Die jeweils dazugehörigen Texte hängen daneben.

Die Ausstellung endet mit der Finissage am 8. April um 15 Uhr. Sie wird musikalisch gestaltet von der Schola der Chorgemeinschaft St. Ludgerus unter Leitung von Wolfgang Ignatowsky (Orgel). Zur Großprojektion einzelner Bilder trägt Martin Patzek seine Liedbetrachtungen vor. Und auch die Lieder werden jeweils zu hören sein.

 

Neues Ruhr-Wort

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