Trauer um Annan

Weltweite Trauerbekundungen und Dank für sein Wirken sind die Reaktionen auf die Todesnachricht von Friedensnobelpreisträger Kofi Annan am Samstag. „Kofi Annan war eine führende Kraft für das Gute“ hieß es in einem Schreiben von UN-Generalsekretär Antonio Guterres kurz nach Bekanntwerden des Todes seines Amtsvorgängers. Der Ghanaer habe die Vereinten Nationen mit Würde und Entschlossenheit geleitet sowie im Geist des Dialogs. Er habe die Werte der UN-Charta auch in den gegenwärtigen turbulenten und herausfordernden Zeiten lebendig gehalten.

(Foto: © Roejoe | Dreamstime.com)

Kofi Annan starb nach kurzer Krankheit am Samstag im Alter von 80 Jahren, wie seine Familie über Twitter mitteilte. Von 1997 bis 2006 leitete der gelernte Volks- und Betriebswirt aus Ghana das UN-Hauptquartier am New Yorker East River. Im Oktober 2001 erhielt Annan für seinen Einsatz den Friedensnobelpreis.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bezeichnete Annan in seinem Kondolenzschreiben als „ein sanfter, aber hartnäckiger Kämpfer für Frieden und Menschenrechte“. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstrich, „wie unerschütterlich er für Frieden, Sicherheit, Entwicklung und Menschenrechte eintrat“. Dass diese Ziele aufs engste miteinander verknüpft seien, habe er stets betont. „In unserer heutigen Zeit, in der die gemeinsame Suche nach Lösungen globaler Probleme dringender ist denn je, wird uns Kofi Annans Stimme sehr fehlen“, so Merkel.

Auch der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick würdigte Annan als Kämpfer für den Frieden und Mahner für Gerechtigkeit, Entwicklung und die Bewahrung der Schöpfung. „Möge sein Wirken Früchte bringen. Ihm Dank, seiner Seele Frieden, seiner Familie Trost. Ich bete für ihn“, so der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz in den Sozialen Netzwerken.

Der anglikanische emeritierte Erzbischof Desmond Tutu erinnerte an Annans Wirken für den Frieden. „Wir danken Gott vielmals für Kofi Annan, einen außergewöhnlichen Menschen, der unseren Kontinent und die Welt mit herausragender Güte und Integrität repräsentierte“, erklärte der südafrikanische Friedensnobelpreisträger.

„Er wird für immer in unseren Herzen sein“, so die Familie und die Kofi-Annan-Stiftung in der Mitteilung zu Annans Tod. „Er stellte selbstlos andere in den Vordergrund und strahlte wahre Freundlichkeit, Wärme und Brillanz in allem aus, was er tat“, heißt es weiter.

In Annans Amtszeit als oberster UN-Diplomat fielen die Terroranschläge des 11. September 2001 in den USA, die Kriege in Afghanistan, im Irak und im Sudan sowie viele weitere lokale Konflikte in Afrika, Zentralasien und dem Nahen Osten. Die angestrebte Reform der Vereinten Nationen blieb in Ansätzen stecken.

Der Häuptlingssohn wurde am 8. April 1938 in Kumasi an der Goldküste geboren. In der Sprache seines Fante-Stamms im Westen Ghanas bedeutet Kofi "Freitag". Rund ein halbes Jahrhundert stand Annan im Dienst der Vereinten Nationen. Seit 1962 führten ihn seine Tätigkeiten unter anderem nach Addis Abeba, Kairo und Genf.

Bis zuletzt wollte er dazulernen

Zum Tod von Friedensnobelpreisträger Kofi Annan

Schon in seiner Amtszeit als Weltgewissen machte Kofi Annan eine besondere Figur. Bis zuletzt zeigte er eindrucksvoll, dass körperliches und geistiges Alter bei weitem nicht dasselbe sind.

Irgendwie war man immer ein bisschen bei ihm, wenn man ihn in den so bekannten Posen sah: leise, geduldig, etwas geschafft und ein bisschen traurig wie ein altgedienter Lehrer, der eine Sache zum hunderttausendsten Mal erklärt - weil die Schüler es doch endlich begreifen müssten. Und das höfliche, leicht gequälte Lächeln, das am Ende doch Hoffen wider alle Hoffnung ausdrückte. Am Samstag ist Kofi Annan im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Mann aus Ghana war ein Stück Weltgewissen, eine Art säkularer Papst. Ein Held, aber kein Gewinner - weil die anderen es am Ende eben wieder nicht begriffen haben...

 

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