„Glück auf Zukunft – Halde Haniel“

Die KAB lädt am 22. September zum Erinnern und Aufbrechen zum Ende der Bergbau-Ära im Ruhrgebiet ein.

Schicht im Schacht! So heißt es am 21. Dezember dieses Jahres, wenn in Bottrop und Ibbenbüren die letzten deutschen Steinkohlebergwerke nach 500 Jahren endgültig ihre Tore schließen. Ein historischer Wendepunkt für das Ruhrgebiet. Das Ruhrgebiet, das waren einst fast 150 Zechen – unter anderem in Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Herne, Kamp-Lintfort, Oberhausen. Ende der 1950er-Jahre waren das an die 600000 Kumpel, die 150 Millionen Tonnen Kohle zu Tage förderten, der Treibstoff für das Wirtschaftswunder.

Das waren mal unzählige Bergbausiedlungen, baugleiche Häuschen, eines neben dem anderen, geschwärzten Fassaden schon nach kurzer Zeit, vor dem Haus eine Bank, dahinter ein Gärtchen. Das waren Hunderte Bergmannsvereine. Das war mal: schmutzig, aber echt. Auch der selige Nikolaus Groß, führend in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), war ein Teil der langen Tradition des Bergbaus im Ruhrgebiet. Von 1915 bis 1919 war er, wie sein Vater, Bergmann in der Zeche Dahlhauser Tiefbau. Aus diesem Grund lädt der Diözesanverband der KAB am Samstag, 22. September, 11 bis 16.30 Uhr, unter dem Leitwort „Glück Auf Zukunft – Halde Haniel“ zum Erinnern und Aufbrechen ein.

Der Veranstaltungsort, die Halde Haniel des Bergwerks Prosper-Haniel, Fernewaldstraße 363, ist ein symbolhafter Ort für die enge Verbindung von Arbeitswelt und Kirche und somit genau der richtige Platz für eine würdige Verabschiedung der Diözesanverbände der KAB Essen, Köln und Münster vom Steinkohlebergbau. An diesem Tag möchte die KAB zudem nicht das Ende einer Ära betrauern, sondern gemeinsam mit dem Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler und Oberhausener Oberbürgermeister Daniel Schranz sowie Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, einen Blick in die Zukunft wagen und Abschied nehmen.

Die Teilnehmer werden sich auf die Spuren des Bergbaus bis zum Haldenkreuz begeben. Der Kreuzweg ist ganzjährig ein Ort des Gebetes, der Besinnung und des Ausdrucks der engen Verbundenheit von Kirche und Bergbau. Nach einer Eucharistiefeier mit Weihbischof Schepers und Weihbischof Dieter Geerlings bleibt noch Zeit zur Begegnung. Für die Verpflegung sorgt das Bistro Jedermann aus Oberhausen, die musikalische Gestaltung wird von der Bergkapelle Niederrhein, Meinrad Rupieper und dem Spielmannszug „Glück Auf“ Feuerwehr Essen durchgeführt.

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