Abschied von drei Jesuitenpatres

In kurzen Abständen sind drei Jesuiten, die in der früheren Jesuitenresidenz an St. Ignatius in Essen gewirkt haben, verstorben.

Karl Liesener (Foto: SJ)

Wie berichtet, verstarb am 22. August in Lüdenscheid Pater Rolf-Dietrich Pfahl, von 1981 bis 1985 Provinzial der früheren Norddeutschen Provinz der Gesellschaft Jesu. Am 26. August starb, wie jetzt bekannt wurde, in Trier Pater Karl Liesner. Am 20. Mai 1931 in Borken geboren, machte er nach seinem Eintritt in den Jesuitenorden die dort übliche Ausbildung durch. Nach seiner Priesterweihe 1963 in Frankfurt und dem Abschluss der Studien kam er 1965 nach Essen. Dort arbeitete er bis 1976 in der Jugendarbeit und als Lehrer. Nach seinem Abschied von Essen folgten ähnliche Tätigkeiten in Lübeck und Hamburg. Ein großes Anliegen wurde ihm die Begleitung von Gebetsgruppen der charismatischen Gemeindeerneuerung. Seit 2002 arbeitete er als Altenseelsorger in Göttingen, ehe er zu seiner letzten Station in Trier wechselte, wo er seit 2010 lebte und ein geschätzter Beichtvater war.

Karl-Josef Gierlichs (Foto: SJ)

Am gleichen Tag starb auch Pater Karl-Josef Gierlichs. der langjährige Pfarrer von St. Ignatius in Essen. Gierlichs stammte vom Niederrhein und wurde am 16. Mai 1930 in Emmerich geboren. Er studierte in Münster und Innsbruck Theologie und Philosophie und wurde am 11. Februar 1958, also vor 60 Jahren, in Münster zum Priester geweiht, so dass er dort noch in diesem Jahr sein Diamantenes Priesterjubiläum feiern konnte. Erst 1960 trat er in Eringerfeld bei Geseke ins Noviziat der Jesuiten ein. Nach mehreren Jahren geistlicher Begleitung, unter anderem in Innsbruck und Rom, war er von 1978 bis 2004 Pfarrer an St. Ignatius. Als die Kirche den südpolnischen Jesuiten anvertraut und schließlich mit der Residenz vom Orden aufgegeben wurde, siedelte er nach Gelsenkirchen über. Von dort arbeitete er als Subsidiar und als geistlicher Begleiter der Gelsenkirchener Thomas Morus-Gilde und des Essener KV-Verbands „Die Kluse“, bis er 2015 in die Seniorenkommunität der Jesuiten „Friedrich Spee“ nach Köln-Mülheim zog.

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