„Eine Einigung wird immer schwieriger“ – Experte fürchtet längere Dauer des Streits in der Orthodoxie

Eine schnelle Beilegung des Konflikts innerhalb der Orthodoxie ist nach Einschätzung des Münsteraner Ostkirchenexperten Thomas Bremer (60) wenig wahrscheinlich. Falls es zu einem völligen Abbruch der Beziehungen zwischen den Patriarchaten Moskau und Konstantinopel komme, werde es auf die Reaktion der anderen orthodoxen Kirchen ankommen, sagte Bremer am Donnerstag im Interview. Entscheidend sei, ob sie sich für eine Seite entschieden oder versuchten, mit beiden Konfliktparteien in Gemeinschaft zu bleiben, so der Professor für Ökumenik, Ostkirchenkunde und Friedensforschung.

Herr Bremer, in der Rhetorik der orthodoxen Kirchenführer ist mittlerweile die Rede von „Kriegserklärung“ und „Sanktionen“. Sind wir noch auf der Stufe des Kalten Krieges, oder ist inzwischen ein heißer Krieg ausgebrochen?

Bremer: Die Metaphern aus dem Kriegswesen sind vielleicht nicht so gut geeignet, um die aktuellen Beziehungen zwischen den orthodoxen Kirchen zu beschreiben. Doch handelt es sich ohne Zweifel um eine schwerwiegende Krise zwischen den beiden wohl bedeutendsten Patriarchaten der Orthodoxie. In den Sommermonaten war abzusehen…

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Eine schnelle Beilegung des Konflikts innerhalb der Orthodoxie ist nach Einschätzung des Münsteraner Ostkirchenexperten Thomas Bremer (60) wenig wahrscheinlich. Falls es zu einem völligen Abbruch der Beziehungen zwischen den Patriarchaten Moskau und Konstantinopel komme, werde es auf die Reaktion der anderen orthodoxen Kirchen ankommen, sagte Bremer am Donnerstag im Interview. Entscheidend sei, ob sie sich für eine Seite entschieden oder versuchten, mit beiden Konfliktparteien in Gemeinschaft zu bleiben, so der Professor für Ökumenik, Ostkirchenkunde und Friedensforschung.Herr Bremer, in der Rhetorik der orthodoxen Kirchenführer ist mittlerweile die Rede von „Kriegserklärung“ und „Sanktionen“. Sind wir noch auf der Stufe des Kalten Krieges, oder ist inzwischen ein heißer Krieg ausgebrochen?Bremer: Die Metaphern aus dem Kriegswesen sind vielleicht nicht so gut geeignet, um die aktuellen Beziehungen zwischen den orthodoxen Kirchen zu beschreiben. Doch handelt es sich ohne Zweifel um eine schwerwiegende Krise zwischen den beiden wohl bedeutendsten Patriarchaten der Orthodoxie. In den Sommermonaten war abzusehen, dass sich die Situation verschärfen würde, und in den vergangenen beiden Wochen ist die Lage dann eskaliert durch die Entsendung der Exarchen seitens des Ökumenischen Patriarchats und den darauf folgenden Beschlus…
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