Das Land NRW und der Vatikan fördern weiterhin die Katholische Theologie an der Ruhr-Universität

Ministerpräsident Armin Laschet hat an diesem Dienstag Erzbischof Dr. Nikola Eterović, den päpstlichen Nuntius in Deutschland, in der Staatskanzlei empfangen. Beide Seiten unterzeichneten diplomatische Noten, durch die sich sowohl der Heilige Stuhl als auch das Land Nordrhein-Westfalen für die weitere Förderung Katholischer Theologie am Standort Bochum aussprechen. Beide Seiten fixierten damit die im Mai in Rom getroffene Vereinbarung über die weitere Förderung der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Ruhr-Universität Bochum.

Ministerpräsident Armin Laschet (r.) und Erzbischof Dr. Nikola Eterović bei der Unterzeichnung am Dienstag. (Foto: Land NRW / Günther Ortmann)

Die Ausbildung von Priestern sei Voraussetzung für das Bestehen einer Theologischen Fakultät. Durch die Entscheidung des Bistums Essen, die Priesteramtskandidaten zukünftig in Münster auszubilden, sei der Fortbestand der Katholischen Fakultät an der Ruhr-Universität Bochum fraglich geworden, heißt es in einer Mitteilung der Landesregierung. Daraufhin hatte sich Ministerpräsident Laschet bei seinem Vatikan-Besuch im Mai diesen Jahres vor Kirchenvertretern dafür stark gemacht, die Bochumer Fakultät für katholische Theologie zu erhalten: „Unsere Gesellschaft ist im Wandel. Und die drängenden Fragen unserer Zeit verlangen mehr denn je ethische Antworten. Hier ist die Theologie gefordert, denn Religion hat auch eine gesellschaftliche und eine politische Wirkung. Umso mehr freut es mich, dass Katholische Theologie in Bochum weiterhin einen festen Platz in der Wissenschaft hat”, sagte der Ministerpräsident. Durch den gemeinsamen Notenaustausch besiegelten nun der Vatikan und das Land Nordrhein-Westfalen die weitere Förderung Katholischer Theologie am Standort Bochum. Laschet betonte beim Zusammentreffen mit dem Nuntius am Dienstag die gesellschaftliche und politische Bedeutung von Religion. Gerade die „drängenden Fragen unserer Zeit“ verlangten mehr denn je ethische Antworten. Es freue ihn, dass die katholische Theologie weiterhin einen festen Platz in der Wissenschaft an der Bochumer Universität habe.

Nach der Unterzeichnung (v.l.): Antonius Hamers, Bischof Franz Josef Oberbeck, NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, Nuntius Nikola Eterović, Ministerpräsident Armin Laschet und Fakultätsdekan Professor Thomas Söding. (Foto: Land NRW / Günther Ortmann)

In Bochum studieren den Angaben zufolge derzeit rund 750 Frauen und Männer Katholische Theologie – davon knapp 200 im Vollstudium als Magister beziehungsweise Magistra Theologiae, die anderen mehrheitlich im Bachelor- und Masterstudium für das Lehramt an Gymnasien. Die Fakultät zählt zu den Gründungsmitgliedern der Ruhr-Universität Bochum und zeichnet sich unter anderem durch eine besonders hohe Publikationsdichte und einen transatlantischen Forschungsschwerpunkt aus. Die Fakultät setzt sich aus zwölf Kernprofessuren zusammen, die alle Bereiche der Theologie abdecken: ltes und Neues Testament, Alte sowie Mittlere und Neuere Kirchengeschichte, Fundamentaltheologie, Dogmatik, Philosophisch-theologische Grenzfragen, Theologische Ethik und Christliche Gesellschaftslehre, Liturgiewissenschaft, Pastoraltheologie, Kirchenrecht und Religionspädagogik.

rwm

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