Neues Ruhr-Wort trifft Franziskus

Papst bittet um Unterstützung und Gebet

Nach der Generalaudienz von Papst Franziskus am vergangenen Mittwoch (17. Oktober) auf dem Petersplatz in Rom traf Hildegard Mathies, Mitglied des Chefredaktionsteams des Neuen Ruhr-Worts, Papst Franziskus. Dabei überreichte sie ihm auch mehrere Ausgaben der unabhängigen katholischen Wochenzeitung. Papst Franziskus, der während seines Studiums an der Jesuitenhochschule St. Georgen Deutsch gelernt hat, nahm die Zeitung interessiert in Augenschein. „Rückendeckung für Papst Franziskus“ las er auf Deutsch die Überschrift der Titelseite vor und sagte dann an Mathies gewandt: „Danke, das ist gut und notwendig!“ Und er fügte hinzu: „Bitte beten Sie für mich!“

Papst Franziskus mit Hildegard Mathies, Mitglied des Chefredaktionsteams des Neuen Ruhr-Worts. (Foto © Servizio Fotografico – Vatican Media)

Frauenmissionswerk übergibt Petition

Die Publizistin hatte eine Delegation des Päpstlichen Missionswerkes der Frauen nach Rom begleitet. Das Frauenmissionswerk, das jüngst sein 125-jähriges Jubiläum feierte, übergab dem Papst eine Petition gegen weibliche Beschneidung und forderte ihn auf, sich dafür einzusetzen, dass die unmenschliche Prozedur, die in vielen Ländern noch immer durchgeführt wird – mitunter auch in christlichen Familien – ein Ende findet. Margret Dieckmann-Nardmann, die Präsidentin des Frauenmissionswerkes, sagt dazu: „Es ist sehr wichtig, dass sich Papst Franziskus persönlich dafür einsetzt und die Bischöfe in Afrika, aber auch überall sonst, wo weibliche Beschneidung praktiziert wird, anweist, die Pfarrer und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort aufzuklären und aufzufordern, sich öffentlich und persönlich gegen Genitalverstümmelung einzusetzen.“

Da die Bischöfe und Priester auf anderen Kontinenten oft eine hohe Autorität genössen und der Papst die höchste Autorität der Kirche sei, könne es helfen, wenn er sich für die Abschaffung von Genitalverstümmelung engagiert. Bereits bei seiner Afrikareise 2015 hatte er sich über die anhaltende Praxis besorgt gezeigt. Franziskus nahm sich mehrere Minuten Zeit für jedes Delegationsmitglied. „Er zeigte sich sehr offen, nahbar, herzlich und aufrichtig interessiert an seinem jeweiligen Gegenüber“, so der Eindruck der Delegation. „Der Papst stellte Nachfragen und wies seine Mitarbeiter an, was mit der Petition weiter geschehen solle“, freute sich Dieckmann-Nardmann. Mathies nutzte die Gelegenheit, um dem Papst dafür zu danken, dass er den Wandel in der Kirche voranbringt.

rwm
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