Erzbischof hält Papstbesuch in Nordkorea noch für möglich

Einen Papstbesuch in Nordkorea hält der Vorsitzende der Südkoreanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Kim Hee-joong, noch immer für möglich. Voraussetzung sei, dass Nordkoreas Führer Kim Jong Un den Papst persönlich einlade, so der Erzbischof von Gwangju bei einer Pressekonferenz am Freitag. „Man weiß nie – wenn er will, kann er jederzeit kommen“, zitiert die Nachrichtenagentur Yonhap den Erzbischof. Eine Papstreise nach Nordkorea sei nicht notwendigerweise an den bisherigen Terminkalender für 2019 gebunden.

Papst Franziskus (Archivfoto: dreamstime)

Ein Besuch des Papstes sei „eine gute Chance für den Vorsitzenden Kim Jong Un“; dies könnte Kim ermutigen, Atomwaffen aufzugeben, so der Erzbischof. Sollte das Land das Thema während eines Papstbesuches aufbringen, könne Franziskus gar als Unterhändler wirken.

Bereits Mitte Dezember hatte die Nachrichtenagentur Yonhap einen damals nicht genannten Kirchenvertreter mit der Aussicht auf eine mögliche Papstreise zitiert. Zuvor hatte der US-Auslandssender Voice of America ebenfalls unter Berufung auf eine anonyme Kirchenquelle gemeldet, ein Besuch des Papstes in dem international isolierten Nordkorea sei 2019 unwahrscheinlich.

Südkoreas Staatspräsident Moon Jae-in hatte Papst Franziskus bei einem Besuch im Vatikan Mitte Oktober eine mündliche Besuchseinladung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un überbracht. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin bestätigte anschließend, Franziskus sei zu einer solchen Reise bereit. Allerdings müssten bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

kna
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