Kardinal Marx: Christen und Juden gehören zusammen

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat eine enge Verbundenheit von Juden und Christen angemahnt. „Wir Christen können unseren Glauben nicht verstehen ohne die Schriften des Alten Testamentes, ohne das gelebte Judentum“, sagt Marx in einem am Samstag in Bayern 2 zu hörenden Radiobeitrag. Gerade in der Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung der Juden im Nationalsozialismus sowie in der Wahrnehmung des Fanatismus und Antisemitismus in der gegenwärtigen Zeit gelte es, „dass wir als Christen solidarisch sind mit unseren jüdischen Geschwistern“.

Juden und Christen seien verbunden in der Hoffnung auf das von Gott gewollte „Heil, auf Frieden und Gerechtigkeit“, betont der Erzbischof von München und Freising. Der Glaube, dass Gott weiterhin im Volk Israel wirke, sei eine Voraussetzung für den Dialog der Christen mit dem Judentum: „Aus diesem Bund mit Gott erwächst für Juden und für Christen eine Verantwortung für die ganze Menschheit, der gemeinsame Glaube an den Gott der Bibel.“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz erinnert zudem an Worte von Papst Franziskus: „Ein Christ kann kein Antisemit sein!“ Dazu ergänzt er: „Noch einmal dürfen und werden wir nicht wegschauen! Wir stehen an der Seite unserer jüdischen Schwestern und Brüder! Wir gehören zusammen.“ Der Beitrag in der Reihe „Zum Sonntag“ ist um 17.55 Uhr in Bayern 2 zu hören.

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