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Vatikan öffnet Archive zu Papst Pius XII.

(Foto: Pascal Ohlmann/pixabay)

Der Vatikan öffnet am heutigen Montag seine Archive zum Pontifikat von Pius XII. (1939-1958). Experten gehen davon aus, dass sich das öffentliche Bild dieses Papstes in Teilen ändern wird. Im Fokus steht vor allem dessen Verhalten in der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Keine Angst vor der Wahrheit

Die Kirche habe „keine Angst vor der Wahrheit“, sagte Kurienkardinal Jose Tolentino Calaca de Mendonca im Vorfeld. Die Öffnung sei ein historischer Moment – nicht allein wegen des Papstes, sondern weil es um internationale Geschichte zweier wichtiger Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts gehe, so der Leiter der vatikanischen Bibliothek und des Archivs.

Von den mehr als zwei Millionen Faszikeln allein im Archiv des Staatssekretariats zum Pontifikat von Pius XII. sind nach Vatikanangaben inzwischen 1,3 Millionen digitalisiert und teils verschlagwortet. Darunter ist auch die Korrespondenz während der Kriegszeit zwischen dem Vatikan und der Nuntiatur in Berlin sowie mit dem deutschen Botschafter beim Heiligen Stuhl.

Neun Jahre der Aufarbeitung

Seit Bekanntgabe der Öffnung der Pius-XII.-Archive durch Benedikt XVI. (2005-2013) hatten Mitarbeiter der Vatikan-Archive das Material neun Jahre lang aufbereitet, damit Geschichtsforscher damit arbeiten können. Vor gut einem Jahr hatte PapstFranziskus entschieden, die Archive zum 81. Jahrestag der Wahl Eugenio Pacellis zum Papst am 2. März zu öffnen.

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