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Zeitung: Corona-Test bei Papst negativ

Ein bei Papst Franziskus vorgenommener Test auf das Coronavirus ist laut der italienischen Tageszeitung „Il Messaggero“ (Dienstag) „offensichtlich negativ“ ausgefallen. Eine Quelle nennt die Zeitung nicht; Vatikansprecher Matteo Bruni wollte die Meldung bisher nicht kommentieren. In den vergangenen Tagen hatte Bruni auf Rückfragen wiederholt von einem „leichten Unwohlsein“ des Papstes gesprochen. Deswegen habe Franziskus größere Treffen und auch die Exerzitien der Kurie in dieser Woche außerhalb Roms abgesagt.

Papst Franziskus (Archivfoto: © Palinchak | Dreamstime.com)

Als eine der ersten Medien hatte die chinesische Parteizeitung „Global Times“ bereits am Sonntag explizit geschrieben, der Papst sei negativ auf das Virus Covid-19 getestet worden. Damit umschrieb sie aber lediglich die allgemeinere Mitteilung des Vatikan-Sprechers, es gebe „keinen Anlass, beim Papst irgendetwas anderes als ein leichtes Unwohlsein zu diagnostizieren“. Auf Social-Media-Kanälen in Russland war zuvor behauptet worden, Franziskus habe sich mit Covid-19 infiziert.

Besucherzahlen reduziert

Unterdessen haben sich die Besucherzahlen rund um den Vatikan im Vergleich zu Zeiträumen der Vorjahre sichtlich reduziert. Vor dem Petersdom und den Vatikanischen Museen sind weniger Besucher zu sehen. Auch am Angelus-Gebet mit dem Papst am Sonntag sowie schon bei seiner Generalaudienz am Mittwoch waren weniger Menschen als üblich auf den Petersplatz gekommen.

In der italienischen Hauptstadt wurde eine Reihe internationaler Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Begründet wurde dies auch mit Reisebeschränkungen für Teilnehmer aus anderen Ländern. In Italien ist die Zahl der Infektionen inzwischen auf mehr als 2.000 gestiegen. Die Behörde für Zivilschutz sprach von 52 Toten und 149 genesenen Patienten.

Vatikan verschiebt Tagung zur Bildung

Wegen des Coronavirus hat der Vatikan eine für Mitte Mai geplante internationale Veranstaltung zu Bildung und Erziehung in den Oktober verschoben. Wie die zuständige Bildungsbehörde am Dienstag mitteilte, habe man sich wegen anhaltender Unsicherheit über die Ausbreitung des Virus wie auch wegen Beschränkungen durch Behörden weltweit dazu entschlossen.

Die Veranstaltungen und Konferenzen zu dem geplanten „Global Compact on Education“ wurden demnach auf den 11. bis 18. Oktober verschoben. Dabei sollen sich unterschiedliche Akteure in Sachen Erziehung stärker vernetzen. Für den 15. Oktober ist die Unterzeichnung eines Paktes vorgesehen, in dem Verantwortungsträger des Bildungs- und Erziehungswesens aus aller Welt Grundsätze einer ganzheitlichen Erziehung öffentlichkeitswirksam bekräftigen.

kna

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