Griechenlands orthodoxe Kirche verschiebt Ostermessen in den Mai

Wegen der Corona-Pandemie will Griechenlands orthodoxe Kirche Ostern dieses Jahr erst Ende Mai feiern. Die ständige Synode der Kirche erklärte nach einer Telefonkonferenz (Mittwochabend), sie bete, dass die Gefahr bald vorbei sei und Klerus und Gläubige am 26. Mai gemeinsam die Ostermesse feiern können. Das ist genau ein Tag vor dem orthodoxen Fest Christi Himmelfahrt, bis zu dem in Gottetsdiensten der Hymnus „Christus ist auferstanden“ gesungen wird.

(Symbolfoto: Lloyd Cl/Pixabay)

Zur Eindämmung der Pandemie sind in Griechenland seit Mitte März öffentliche religiöse Feiern verboten. Die von Kirchenoberhaupt Erzbischof Hieronymos geleitete ständige Synode rief die orthodoxen Christen auf, die Vorschriften der Behörden zu befolgen. Bis zum 11. April sollten alle zu Hause bleiben.

Für die griechisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland hat die Athener Entscheidung zur Verschiebung der Ostermessen keine Folgen. Ihr Sprecher sagte am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn, maßgeblich für die Metropolie seien die Beschlüsse des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel. Dieses habe bisher keine Verschiebung beschlossen.

Termine nach dem alten Julianischen Kalender

Nach dem orthodoxen Kalender wird Ostern in diesem Jahr am 19. April gefeiert und damit eine Woche später als von Katholiken und Protestanten. Auch Christi Himmelfahrt ist für orthodoxe Christen eine Woche später. Die Ostkirchen bestimmen beide Termine nach dem alten Julianischen Kalender und nach einer anderen Methode als die Westkirchen, die die Gregorianische Kalenderreform des 16. Jahrhunderts vollzogen haben. Zu einem gemeinsamen Ostertermin wird es wieder im Jahr 2025 kommen.

In Griechenland waren bis Donnerstag 52 Todesopfer aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus registriert.

kna
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