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Corona in Schlachthöfen: Puff erinnert an Rolle der Verbraucher

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen und schlechter Arbeitsbedingungen in Fleischbetrieben erinnert der Kölner Weihbischof Ansgar Puff an die Rolle der Verbraucher. Alle seien über die vielen Corona-Fälle in Schlachthöfen erschrocken, sagt er in einem Video auf dem Kölner Internetportal domradio.de von Montag.

Ansgar Puff

Ansgar Puff (Foto: Erzbistum Köln © Michael Kasiske9

„Aber in Wirklichkeit kommt nur die Wahrheit raus, vor der wir immer die Augen zumachen“, so Puff. Das Grillfest sei nur deshalb so billig, weil Osteuropäer wie Sklaven in den Schlachthöfen arbeiteten. Zudem gebe es in ihren überfüllten Wohnbaracken nur schlechte hygienische Bedingungen.

Corona würde in den Fleischbetrieben zwar nun bekämpft, so Puff. Ob jedoch auch die unwürdigen Arbeitsbedingungen, die mangelhafte Unterbringung und das Geschäftsmodell Menschenhandel unterbunden würden, bezweifele er. „Billiges Grillfleisch ist uns einfach zu lieb.“ In mehreren Schlachthöfen in Deutschland, etwa in Coesfeld, hatte es Corona-Ausbrüche gegeben.

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