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Forscher glaubt an Gesellschaftswandel durch Pandemie

Der deutsche Hirnforscher Gerald Hüther glaubt, dass die Corona-Pandemie die Gesellschaft zum Positiven verändern kann. Danach „könnte sogar ein gesellschaftlicher Aufbruch stattfinden“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwoch): „Sicher kehrt ein Großteil der Gesellschaft wieder zurück zu ihrem Leben vor der Corona-Krise, aber die Anzahl der Menschen, die ihr Leben künftig nicht mehr so weiterführen wollen, ist gewachsen.“ So seien etwa Reichtum, Ansehen und Macht im Lichte der Pandemie nutzlos.

Corona

(Symbolfoto: congerdesign/Pixabay)

Hüther nennt als ein Beispiel Eltern, die ihre Kinder sonst nur in die Kita gebracht haben. Diese erlebten ihre Kinder jetzt ganz neu: „Es kann sein, dass sich Eltern neu in ihre Kinder verliebt haben. Wenn das passiert ist, können die nicht zurück und den ganzen Tag weg sein und ihr Kind fremd betreuen lassen.“

Hüter: Drittel der Bevölkerung wird nach Corona etwas ändern wollen

Auch dass sich das Wertesystem der Deutschen ändern könnte, hält der Hirnforscher für möglich: „Ich schätze, zwei Drittel der Bevölkerung kehrt genauso wie vorher in den Alltag zurück: Viele warten nur darauf, dass alles so wird wie vorher. Aber ein Drittel der Bevölkerung wird nach Corona etwas ändern wollen.“ Und dieses Drittel werde sich bemerkbar machen.

„Am interessantesten an der Corona-Problematik ist, dass Menschen aus ihren üblichen Mustern und Abläufen herausgeworfen werden. Die meisten haben bestimmte Pflichten, Regeln und Denkmuster, der ganze Tag ist durchfunktionalisiert“, sagte Hüther. Mit der Corona-Krise seien diese größtenteils weggebrochen.

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