Papst: Gott liebt die Welt trotz Sünden

Papst Franziskus hat zu Vertrauen auf Gott trotz eigener Sünden aufgerufen. Auch wenn die Welt vom Bösen und von Verderbnis geprägt sei, liebe Gott jeden einzelnen Menschen, sagte der er beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Die göttliche Dreieinigkeit sei „Liebe, ganz im Dienst für die Welt, die sie retten und neu schaffen will“.

Papst Franziskus (Foto: © Palinchak| Dreamstime.com)

Der Dreifaltigkeitssonntag solle in Gläubigen wieder die Anziehung zu Gottes „unerschöpflicher Schönheit, Güte und Wahrheit“ wecken, sagte der Papst. Gott sei Mensch geworden, damit jeder Mensch ihm begegnen und das ewige Leben finden könne. Glauben heiße, Gott als die Liebe anzunehmen, die sich in Christus schenke und die Gläubigen durch den Heiligen Geist bewege.

Einhaltung der Schutzvorschriften

Zugleich hat Papst Franziskus am Sonntag in Rom zur Einhaltung der Schutzvorschriften gegen das Coronavirus gemahnt. Die Anwesenheit der Gläubigen und Besucher auf dem Petersplatz sei zwar „ein Zeichen, dass in Italien die akute Phase der Pandemie überwunden ist“, sagte er im Vatikan. Dennoch bleibe es notwendig, die geltenden Normen zu befolgen. Zum Mittagsgebet mit Kirchenoberhaupt hatten sich mehrere hundert Menschen vor dem Petersdom versammelt, die meisten in lockeren Abständen.

Franziskus warnte, niemand solle „zu früh Siegeslieder anstimmen“. Weiter unerlässlich seien „die Vorschriften, die uns die Behörden geben“. Der Papst beklagte weiter hohe Opferzahlen durch Covid-19 in anderen Ländern, besonders in Lateinamerika. Er bekundete seine Verbundenheit mit den Betroffenen sowie den Angehörigen und denen, die sich um die Erkrankten kümmern.

kna

 

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