Medien: Orthodoxes Kirchengericht in Jordanien nun mit Richterin

Erstmals in der Geschichte der griechisch-orthodoxen Kirche in Jordanien werden Medienberichten zufolge eine Richterin sowie Zivilrichter an ein kirchliches Gericht berufen. Das gab der griechisch-orthodoxe Erzbischof von Jordanien, Christoforos Atallah, bekannt, wie das arabisch-christliche Portal „Abouna“ (Montag) unter Berufung auf die jordanische Zeitung „Al-Rai“ berichtet.

Die Zivilrichter seien unter anderen auf den Bereich Menschenrechte spezialisiert. Der Einbezug von Frauen bei der Zusammensetzung des Gerichts sei insbesondere bei Familienangelegenheiten von Bedeutung, wird Atallah zitiert.

Der Erzbischof teilte demnach auch mit, dass die zuständigen Spezialausschüsse ihre Revision des Kirchenrechts einschließlich der Personenstandsfragen sowie des Eherechts abgeschlossen hätten. Unter anderen sollen bei Erbschaften, Sorgerecht, Unterhalt und Heiratsalter Änderungen vorgenommen werden. Zum Beispiel sollen Frauen bei Erbschaften gleichberechtigt, und die Heirat von Minderjährigen soll verboten werden. Nach der Zustimmung der Synode soll das Ergebnis der Regierung vorgelegt werden. Ebenfalls geplant sei eine Vereinheitlichung der Kirchenprozesse sowie der Gebühren.

kna
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