Essen: Ludgerusfest ohne Prozession

Das Ludgerusfest der Pfarrei Sankt Ludgerus in Essen-Werden findet in diesem Jahr coronabedingt ohne Prozession statt. Nach Rücksprache mit Bischof Franz-Josef Overbeck haben sich die Verantwortlichen darauf geeinigt, die Feier am 6. September auf die Basilika Sankt Ludgerus zu beschränken. Der Bischof werde den Gottesdienst dort um 10.00 Uhr mit Benediktinermönch Laurentius Schieker feiern, der zurzeit in Werde residiert.

(Foto: Archiv Schütz)

Der Gottesdienst wird den Angaben zufolge per Livestream vom kirchliche Kölner Internetportal domradio.de sowie auf der Homepage des Ruhrbistums übertragen. Um 18.00 Uhr beginnt eine Vesper mit Pfarrer Benedikt Ogrodowczyk. Für beide Feiern seien aufgrund des begrenztes Platzes Anmeldungen im Pfarrbüro erforderlich, hieß es. Es gälten die bekannten Schutz- und Hygienevorschriften. Darüber hinaus fänden keine weiteren Gottesdienste an diesem Tag statt.

Fest wird seit 1128 begonnen

Üblicherweise wird das Ludgerusfest am ersten September-Sonntag mit eine Prozession im Anschluss an den Festgottesdienst begangen. Dabei wird der Schrein mit den Gebeinen des Heiligen Liudger (742 bis 809) durch die Stadt getragen. Liudger (lateinisch: Ludgerus) war Gründer des heute im Essener Stadtgebiet liegenden Klosters Werden. Die Benediktinerabtei wurde 1803 aufgehoben.

Das „Fest der Umtragung der Gebeine des heiligen Liudger“ wird seit 1128 aus Dankbarkeit für die Abwehr einer Hungersnot gefeiert. Liudger missionierte seine Heimat Friesland, studierte in Italien die Mönchstraditionen des Benediktinerordens und wurde 805 zum ersten Bischof des Bistums Münster geweiht. Er ist im von ihm begründeten Kloster in Werden an der Ruhr beigesetzt.

kna
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