Contergan-Experimente in Anstalt der Caritas

Mainz - Laut einem Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz" wurde in der Caritas-Lungenheilanstalt "Maria Grünewald" in Wittlich (Rheinland-Pfalz) der Einfluss von Contergan an mehr als 300 tuberkulosekranken Kindern getestet. Dies sei geschehen, bevor das Mittel 1961 vom Markt genommen wurde. Der jetzige Träger hat mit der Aufarbeitung begonnen. Mainz - Laut einem Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz" vom August 2020 wurde in der Caritas-Lungenheilanstalt "Maria Grünewald" in Wittlich (Rheinland-Pfalz) der Einfluss von Contergan an mehr als 300 tuberkulosekranken Kindern getestet. Dies sei geschehen, bevor das Mittel 1961 vom Markt genommen wurde. Ob Kinder dadurch geschädigt wurden, sei nicht bekannt. Der Trierer katholische Weihbischof Franz Josef Gebert, der zugleich Vorsitzender des Caritasverbandes für das Bistum Trier ist, sagte dem Magazin, man habe nichts von den Versuchen gewusst und sei erschüttert. Die Geschehnisse wolle man aufklären: "Soweit wir das tun können, bedauern wir das sehr und entschuldigen uns für Fehler, die unter dem Namen der Caritas passiert sind", so Gebert. Es sei beschämend, wenn wehrlose Kinder zu Objekten von Experimenten würden: "Das ist ja Körperverletzung." Kindern gezielt Überdosen verabreicht "Report Mainz" berichte von mehreren vorliegenden Medikamentenstudien. Demnach seien den zwei
Bitte registrieren Sie sich hier kostenlos, um diesen Beitrag weiterlesen zu können. Falls Sie bereits registriert sind, melden Sie sich hier an. Vielen Dank!