Papst erinnert an entführte Fischer

Papst Franziskus hat seine Solidarität mit italienischen Fischern geäußert, die seit über einem Monat in Libyen festgehalten werden. Ihnen und ihren Angehörigen wolle er „ein Wort der Unterstützung und Ermutigung“ zukommen lassen, sagte das Kirchenoberhaupt am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Derzeit werden 18 Fischer, darunter acht Italiener, im ostlibyschen Bengasi festgehalten.

Papst Franziskus (Foto: © Edips – Dreamstime.com)

Ein Sprecher des dort herrschenden Generals Chalifa Haftar erklärte kürzlich, die Seeleute hätten Seerecht verletzt. Daher werde ihnen nach libyschem Recht ein Prozess gemacht. Italiens Außenminister Luigi di Maio erklärte jüngst im Parlament, Italiens Regierung bemühe sich seit Wochen um die Freilassung der Fischer.

Hoffnung, dass Verhandlungen erfolgreich sind

In seiner Ansprache äußerte der Papst auch die Hoffnung, dass die verschiedenen internationalen Verhandlungen zur Zukunft Libyens erfolgreich seien mögen, um dem Land eine Zukunft in Frieden zu geben. Er beschwöre alle Beteiligten, der Gewalt zu entsagen; nur ehrlicher Dialog könne zu „Frieden, Stabilität und Einheit des Landes“ beitragen. Anschließend bat er die Menschen auf dem Platz um ein stilles Gebet „für die Fischer und für Libyen“.

Gleichzeitig dankte Franziskus für die Freilassung des vor gut zwei Jahren im Niger entführten und nach Mali verschleppten italienischen Geistlichen Pier Luigi Maccalli. Dieser war am Donnerstag vor einer Woche mit einem weiteren Italiener, einer Französin und einem Senegalesen freigelassen worden. Nach Behördeninformationen hatte eine islamistische Terrormiliz den Geistlichen gefangen gehalten.

kna
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