Mansour beklagt Mängel bei Imam-Ausbildung

Der Islam-Experte Ahmad Mansour sieht die bisherige Konzeption der Imamausbildung in Deutschland als mangelhaft an. „Die Idee ist gut, weil damit versucht wird, Imame auszubilden, die in Deutschland sozialisiert wurden und deshalb die Jugendlichen, ihre Anliegen und ihre Sprache gut kennen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch).

Islam-Experte Mansour beklagt Mängel bei Imam-Ausbildung.

(Symbolfoto: OranFire Blade/Pixabay)

Doch bei der Umsetzung hapere es. „Um den Widerspruch zwischen islamischen und demokratischen Werten aufzulösen, muss die theologische Grundlage deutlich werden“, so Mansour weiter; sonst bleibe es bei Symbolpolitik. Die Imamausbildung stand am Dienstag im Mittelpunkt der Islamkonferenz unter Leitung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

Mansour kritisierte die Themensetzung als nicht aktuell genug

Mansour kritisierte die Themensetzung als nicht aktuell genug. Es war sei unpassend gewesen, „nicht die Themen Radikalisierung und Meinungsfreiheit nicht in den Mittelpunkt zu stellen“, sagte er. „Nach dem Mord an dem französischen Lehrer und den Attentaten von Nizza, Dresden und Wien hätte das auf der Hand liegen müssen.“ Man hätte sie Plattform der Islamkonferenz nutzen sollen, um „die Debatte von den Mahnwachen und Sonntagsreden in die islamische Gemeinde zu bringen“.