Bischof: Keine Verantwortung für Kapitol-Sturm

Bischof Richard F. Stika von Knoxville wehrt sich gegen Anschuldigen des Chefredakteurs des Jesuiten-Magazins „America“, James Martin, der ihm und anderen führenden US-Katholiken vorgeworfen hat, mitverantwortlich für die Ausschreitungen im Kapitol vergangene Woche zu sein.
Bischof Richard F. Stika von Knoxville wehrt sich gegen Anschuldigen des Chefredakteurs des Jesuiten-Magazins "America", James Martin, der ihm und anderen führenden US-Katholiken vorgeworfen hat, mitverantwortlich für die Ausschreitungen im Kapitol vergangene Woche zu sein.

Das Kapitol in Washington. (Symbolbild von Phillip Roulain auf Pixabay)

Bischof Richard F. Stika von Knoxville wehrt sich gegen Anschuldigen des Chefredakteurs des Jesuiten-Magazins „America“, James Martin, der ihm und anderen führenden US-Katholiken vorgeworfen hat, mitverantwortlich für die Ausschreitungen im Kapitol vergangene Woche zu sein.

„Hasserfüllte Umgebung“ geschaffen

„Eine alarmierende Anzahl katholischer Geistlicher trug zu einem Umfeld bei, das zu den tödlichen Unruhen im US-Kapitol führte“, schrieb Martin in einem Essay mit dem Titel „Wie katholische Führer zur Gewalt im US-Kapitol beitrugen“. Ausgerechnet sie als Pro-Life-Anhänger hätten mit persönlichen Angriffen gegen Joe Biden eine „hasserfüllte Umgebung“ geschaffen. Die Verunglimpfung Bidens habe „vielleicht zu den Unruhen in der Nation beigetragen“. Dabei erwähnte Martin ausdrücklich Bischof Stika aus Tennessee. Dieser hatte Bidens Haltung in der Abtreibungsfrage als „ultimativen Kindesmissbrauch“ bezeichnet.

Stika sah keinen Anlass zur Entschuldigung, da er sich im Einklang mit der Mehrheit in der US-Bischofskonferenz sehe. Diese hatte Abtreibung nach der Wahl Bidens „als das herausragende Thema der heutigen Zeit“ bewertet.

Kritik an Bischöfen

Martin beklagt, dass einige Bischöfe und Priester so weit gingen, Bidens Glauben wegen dessen Haltung zur Legalität von Schwangerschaftsabbrüchen infrage stellen. In seinem Essay kritisiert der Chefredakteur von „America“ auch den Nationalen Direktor von „Priests for Life“, Frank Pavone, der im Wahlkampf offensiv für Trump geworben und Biden als „moralisch korrupt“ bezeichnet hatte. Bei der Erstürmung des US-Kapitols am 6. Januar waren insgesamt fünf Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden.

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