Grübel: Papstreise in den Irak historisch

Der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel (CDU), nennt die erste Reise eines Papstes in den Irak „ein historisches Ereignis“.
Berlin – Der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel (CDU), nennt die erste Reise eines Papstes in den Irak "ein historisches Ereignis". Mit seinem Besuch in eines der ältesten Siedlungsgebiete des Christentums sende Franziskus "ein starkes Signal der Unterstützung an die christliche Minderheit im Irak" und ein "Zeichen für das friedliche Zusammenleben aller religiösen Gruppen im Land", erklärte Grübel am Mittwoch in Berlin.

Papst Franziskus (Archivfoto: © Palinchak | Dreamstime.com)

Der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel (CDU), nennt die erste Reise eines Papstes in den Irak „ein historisches Ereignis“. Mit seinem Besuch in eines der ältesten Siedlungsgebiete des Christentums sende Franziskus „ein starkes Signal der Unterstützung an die christliche Minderheit im Irak“ und ein „Zeichen für das friedliche Zusammenleben aller religiösen Gruppen im Land“, erklärte Grübel am Mittwoch in Berlin.

Der Papst besucht von Freitag bis Montag das Land. Dass er den Irak als Ziel seiner ersten Reise seit Beginn der Corona-Pandemie gewählt habe, spende „den irakischen Christen Hoffnung und unterstreicht die historische Verbundenheit des Christentums mit dem Irak“, erklärte der Politiker weiter. Der Besuch des Papstes im multireligiösen und multiethnischen Zweistromland schärfe das Bewusstsein der Menschen für das friedliche Zusammenleben über ethnische und religiöse Grenzen hinweg. Der Besuch biete auch Gelegenheit, auf die zum Teil prekäre Lage der Christen und weiterer Minderheiten im Land hinzuweisen.

Viele religiöse Minderheiten, darunter Christen und Jesiden, hätten auch nach Ende der Gewaltherrschaft des sogenannten Islamischen Staats (IS) nicht in ihre Heimatgebiete zurückkehren können, ergänzte Grübel. Besonders in der Ninive-Ebene, der historischen Heimat vieler religiöser Minderheiten, litten die Menschen noch immer unter Diskriminierung und Gewalt. Auch die Aufarbeitung der IS-Verbrechen und die Versöhnung zwischen Ethnien und Religionen bleibe eine große Herausforderung.

Das geplante Treffen zwischen Papst Franziskus und Großajatollah Ali al-Sistani in Nadschaf nannte der Religionsbeauftragte „ein wichtiges Signal für den christlich-schiitischen Dialog und für das friedliche Zusammenleben der Religionen im Irak“.

kna