Bischöfe rufen zur Corona-Impfung auf – Auswirkungen auf andere

Mehrere Bischöfe in Deutschland haben einmal mehr zur Corona-Impfung aufgerufen. 
Bonn – Mehrere Bischöfe in Deutschland haben einmal mehr zur Corona-Impfung aufgerufen. So wandte sich der Freiburger Erzbischof Stephan Burger in einem Video am Donnerstag an alle, die bislang noch unentschlossen sind: "Lassen Sie sich über eine Impfung beraten. Schützen Sie damit sich selbst und alle, mit denen Sie in Kontakt kommen. Und treffen Sie Ihre Entscheidung im Vertrauen darauf, dass Gott Ihren Lebensweg mit seinem Segen begleitet", sagte Burger.

–Symbolfoto: Spencer Davis/Pixabay

Mehrere Bischöfe in Deutschland haben einmal mehr zur Corona-Impfung aufgerufen. So wandte sich der Freiburger Erzbischof Stephan Burger in einem Video am Donnerstag an alle, die bislang noch unentschlossen sind: „Lassen Sie sich über eine Impfung beraten. Schützen Sie damit sich selbst und alle, mit denen Sie in Kontakt kommen. Und treffen Sie Ihre Entscheidung im Vertrauen darauf, dass Gott Ihren Lebensweg mit seinem Segen begleitet“, sagte Burger.

Er betonte, nach christlichem Verständnis sei das eigene Gewissen die letzte Instanz für Entscheidungen. Es gelte aber auch, „das Gewissen zu bilden“. Burger sagte, die eigene Impfentscheidung habe auch Auswirkungen auf andere. So könnten diejenigen geschützt werden, die selbst zu jung für eine Impfung sind oder diejenigen, deren Immunsystem zu schwach für eine Impfung ist. Burger verwies zugleich darauf, dass es sehr vielen Menschen in „weiten Teilen der Welt“ nicht möglich sei, sich impfen zu lassen. Auch aus der Perspektive einer globalen Bekämpfung sei daher jede einzelne Impfung wichtig.

Auch der Mainzer katholische Bischof Peter Kohlgraf appellierte eindringlich an Kirchengemeinden, auch „ungewöhnliche Orte“ für Impfaktionen anzubieten. Damit sich alle endlich wieder etwas unbefangener begegnen könnten, müssten möglichst viele Menschen geimpft sein, schrieb er auf Facebook. „Ich rufe daher dazu auf: Lassen Sie sich impfen.“

Die wieder „stark steigenden“ Infektionszahlen zeigten, dass die Pandemie nicht überwunden sei und eine Impfung das wirksamste Mittel bleibe, ihr Herr zu werden. „Auch ich habe mich impfen lassen, denn ich begegne täglich vielen Menschen“, so der 54 Jahre alte Bischof. „Damit sich auch alle impfen lassen können, braucht es manchmal ungewöhnliche Wege und Orte“, betonte Kohlgraf. Pfarreien oder andere Einrichtungen sollten versuchen, eigene Impfaktionen durchzuführen: „Beispielsweise im Pfarrzentrum nach dem Gottesdienst oder im Jugendheim einer Pfarrei – natürlich gemeinsam mit den lokalen Gesundheitszentren und mit Ärztinnen und Ärzten vor Ort.“

Bereits Ende Juli hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. Man werde das Coronavirus nur besiegen, „wenn wir alle gemeinschaftlich und solidarisch an einem Strang ziehen“. Das Bundesgesundheitsministerium wirbt unterdessen für die Kampagne „#HierWirdGeimpft!“, um die fast stagnierende Impfquote zu erhöhen.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, rief Erwachsene dazu auf, sich zum Schutz von Kindern gegen Corona impfen zu lassen. „Kinder können sich nicht impfen lassen. Wir können sie nur schützen, wenn wir Erwachsene, die die Chance dazu haben, es tun“, sagte er in einer am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft. Kinder und Jugendliche hätten auf so vieles verzichtet, um Erwachsene und Alte zu schützen. „Ein neuerlicher Lockdown würde sie jetzt noch schlimmer treffen“, so Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist.

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