Gröhe: Trotz Säkularisierung ist Religion weltpolitisch wichtig

Der religionspolitische Sprecher der Union im Bundestag, Hermann Gröhe, fordert auch bei einer fortlaufenden Säkularisierung in Deutschland eine intensive Beschäftigung mit Religion.
Köln – Der religionspolitische Sprecher der Union im Bundestag, Hermann Gröhe, fordert auch bei einer fortlaufenden Säkularisierung in Deutschland eine intensive Beschäftigung mit Religion. Sonst würde man "die Welt immer weniger verstehen", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk am Mittwoch. "Denn in vielen Teilen der Welt - nicht nur muslimisch geprägt, auch christlich geprägt - ist religiöse Überzeugung sehr stark auch gesellschaftlich prägend. Und deswegen würde Gottvergessenheit zu einer Fehlinterpretation von vielem was in der Welt geschieht führen können", so Gröhe.

Hermann Gröhe. –Foto: Jan Kupetzky

Der religionspolitische Sprecher der Union im Bundestag, Hermann Gröhe, fordert auch bei einer fortlaufenden Säkularisierung in Deutschland eine intensive Beschäftigung mit Religion. Sonst würde man „die Welt immer weniger verstehen“, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk am Mittwoch. „Denn in vielen Teilen der Welt – nicht nur muslimisch geprägt, auch christlich geprägt – ist religiöse Überzeugung sehr stark auch gesellschaftlich prägend. Und deswegen würde Gottvergessenheit zu einer Fehlinterpretation von vielem was in der Welt geschieht führen können“, so Gröhe.

Für den früheren Bundesgesundheitsminister sind die Wortmeldungen der Kirche zu Fragen der tagesaktuellen Politik wesentlich. „Vielfach, wenn ich an die Asyldebatte, wenn ich an vorgeburtliche Diagnostik denke, sind die kirchlichen oder religiösen Stimmen die ganz entschiedenen Sachwalter des wichtigsten Satzes der deutschen Rechtsordnung: „Die Würde des Menschen ist unantastbar““, so Gröhe, der auch Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. „Diese gleiche Würde jedes Menschen – am Lebensende, am Lebensbeginn, des behinderten, des gesunden Lebens – da eine starke anwaltliche Stimme zu haben, das ist etwas, was schwächer würde, würden die Kirchen weniger gehört“, betonte der 60-Jährige in der Sendung „Tag für Tag“.

Gröhe ist seit 1994 Abgeordneter des Deutschen Bundestages und war vor einigen Jahren auch Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe seiner Fraktion. Er könne sich einen Glauben, der ohne Engagement für das Gemeinwesen zurechtkommt, nicht vorstellen. „Ich finde, wir können als Christinnen und Christen die Menschenfreundlichkeit Gottes nur glaubwürdig bezeugen, wenn wir auch selber für eine menschenfreundliche Welt arbeiten“, unterstrich Gröhe.

kna

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