Missio-Präsident würdigt Träger des Aachener Friedenspreises

Der Präsident des katholischen Hilfswerks missio Aachen, Dirk Bingener, hat die Arbeit der Träger des Aachener Friedenspreises gewürdigt.
Aachen – Der Präsident des katholischen Hilfswerks missio Aachen, Dirk Bingener, hat die Arbeit der Träger des Aachener Friedenspreises gewürdigt. "Der Einsatz gegen Hass, Extremismus und Gewalt ist mutig und verdient die höchste Anerkennung. Ich bin dankbar, dass sich Menschen dieser schweren Aufgabe annehmen - in Deutschland und in Nigeria", erklärte Bingener am Samstag. Anlass war die Verleihung der Auszeichnung am selben Tag an zwei Anti-Rassismus-Initiativen rund um die Anschläge von Hanau sowie ein interreligiöses Friedensprojekt in Nigeria.

(Foto: BDKJ)

Der Präsident des katholischen Hilfswerks missio Aachen, Dirk Bingener, hat die Arbeit der Träger des Aachener Friedenspreises gewürdigt. „Der Einsatz gegen Hass, Extremismus und Gewalt ist mutig und verdient die höchste Anerkennung. Ich bin dankbar, dass sich Menschen dieser schweren Aufgabe annehmen – in Deutschland und in Nigeria“, erklärte Bingener am Samstag. Anlass war die Verleihung der Auszeichnung am selben Tag an zwei Anti-Rassismus-Initiativen rund um die Anschläge von Hanau sowie ein interreligiöses Friedensprojekt in Nigeria.

Preisträger sind die „Initiative 19. Februar Hanau“ sowie die „Bildungsinitiative Ferhat Unvar“. Beide Projekte wurden von Angehörigen der Opfer des rassistischen und rechtsextremen Anschlags von Hanau gegründet. Am 19. Februar 2020 tötete ein Attentäter neun Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund. Anschließend erschoss er seine Mutter und sich selbst.

Zudem ehrte der Verein die interreligiöse Fraueninitiative WIC (Women’s Interfaith Council) in Nigeria, auch „Mütter für den Frieden“ genannt. Sie setzt sich seit 2010 in der Krisenregion Kaduna für ein gewaltfreies Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen ein. Die Initiative wird unter anderem von missio Aachen unterstützt.

Bingener unterstrich in einem Schreiben an die Hanau-Initiativen Verbindendes: „Viele der Frauen des ‚Women’s Interfaith Council‘ haben selbst Angehörige und Freunde durch Gewalt verloren. Wie Sie fordern die ‚Mütter für den Frieden‘ Gerechtigkeit für Betroffene. Wie Sie treten sie für die Würde des Menschen ein und wenden sich gegen jede politische oder ideologische Instrumentalisierung von Herkunft, Geschlecht oder Religionszugehörigkeit.“ Dieser Weg sei mühsam und mit Rückschlägen verbunden, aber der einzig richtige. „Diese Haltung und dieses Engagement verbinden alle drei Preisträgerinnen und -träger des Aachener Friedenspreises 2021.“

Der Aachener Friedenspreis wurde 1988 erstmals verliehen. Ziel der Auszeichnung ist es, Einzelpersonen oder Gruppen zu würdigen, die „von unten her“ zu Frieden und Verständigung beitragen. Im vergangenen Jahr bekamen der in Marokko in der Flüchtlingsarbeit engagierte katholische Priester Antoine Exelmans und die brasilianische Menschenrechtsorganisation Centro Gaspar Garcia den Preis.

kna
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