Voderholzer attackiert erneut Präsidium des Synodalen Wegs

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat sich erneut mit öffentlicher Kritik an die Regie des katholischen Reformdialogs Synodaler Weg gewandt.
Regensburg – Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat sich erneut mit öffentlicher Kritik an die Regie des katholischen Reformdialogs Synodaler Weg gewandt. In einem am Dienstag veröffentlichten Offenen Brief an das Präsidium drängt er darauf, die Debatte um eine Gender-Schreibweise in den Beschlusstexten nicht zu verschieben. Sie solle bei der nächsten Vollversammlung vom 3. bis 5. Februar geführt werden. Das sei den Delegierten bei der zweiten Synodalversammlung im vergangenen Oktober versprochen worden und stehe so auch im Protokoll.

Bischof Rudolf Voderholzer. Foto: Bistum Regensburg

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat sich erneut mit öffentlicher Kritik an die Regie des katholischen Reformdialogs Synodaler Weg gewandt. In einem am Dienstag veröffentlichten Offenen Brief an das Präsidium drängt er darauf, die Debatte um eine Gender-Schreibweise in den Beschlusstexten nicht zu verschieben. Sie solle bei der nächsten Vollversammlung vom 3. bis 5. Februar geführt werden. Das sei den Delegierten bei der zweiten Synodalversammlung im vergangenen Oktober versprochen worden und stehe so auch im Protokoll.

Mit der nun geplanten Verschiebung auf die vierte Versammlung setze sich das Präsidium „wieder einmal über einen Wunsch der Mitglieder der Synodalversammlung hinweg“, so Voderholzer weiter: „Ich protestiere gegen diese Vorgehensweise.“

Das erweiterte Präsidium habe demnach beschlossen, die Debatte erst zu führen, wenn ein Handlungstext des Synodalforums IV über trans- und intersexuelle Personen im Entwurf vorliege. Der Regensburger Bischof erklärte, er halte diese Begründung für „nicht stichhaltig“. Die Debatte über die Gender-Schreibweise werde schon seit Jahren geführt, es gebe auch ausreichend viele wissenschaftliche Beiträge. Die Debatte müsse daher vor dem endgültigen Beschluss von Texten geführt werden.

In der zu Voderholzers offenem Brief veröffentlichten Pressemitteilung des Bistums Regensburg heißt es darüber hinaus, die Behandlung der Frage dränge, weil es dabei nicht nur um Stil und Lesbarkeit gehe. „Sternchentexte“ wären der Mitteilung zufolge „auch ein unmissverständliches Bekenntnis zur Genderideologie und damit ein Widerspruch zur biblisch begründeten Anthropologie“.

Die Deutsche Bischofskonferenz erklärte auf Anfrage, man werde wie bei allen anderen Offenen Briefen auch diesen nicht kommentieren. Das von Voderholzer angesprochene Präsidium des Synodalen Weges wird geleitet von der Vorsitzenden des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, und dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing. Außerdem gehören als Vizepräsidenten deren Stellvertreter dazu – für das ZdK der Theologe Thomas Söding und für die Bischofskonferenz der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode.

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