Bischof dokumentiert Angriffe auf Wohnhäuser in der Ukraine

Das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ hält weiter Kontakt zu Kirchenleuten in der Ukraine. Zuletzt übermittelte der römisch-katholischen Bischofs Pawlo Honczaruk aus Charkiw im Osten des Landes einen kurzen Videoclip.
Bischof dokumentiert Angriffe auf Wohnhäuser in der Ukraine München – Das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ hält weiter Kontakt zu Kirchenleuten in der Ukraine. Zuletzt übermittelte der römisch-katholischen Bischofs Pawlo Honczaruk aus Charkiw im Osten des Landes einen kurzen Videoclip, wie das Hilfswerk am Donnerstag in München mitteilte. So sei sein Haus am Dienstag von einem Bombenprojektil getroffen worden und habe ein Loch in das Dach gerissen. Niemand sei verletzt worden. "Nun haben wir also auch noch so ein 'Geschenk' erhalten", kommentierte der Bischof.

Bischof Pavlo Honczaruk vor dem beschädigten Dach des Bischofshauses in Charkiw Foto: © Kirche in Not

Das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ hält weiter Kontakt zu Kirchenleuten in der Ukraine. Zuletzt übermittelte der römisch-katholischen Bischofs Pawlo Honczaruk aus Charkiw im Osten des Landes einen kurzen Videoclip, wie das Hilfswerk am Donnerstag in München mitteilte. So sei sein Haus am Dienstag von einem Bombenprojektil getroffen worden und habe ein Loch in das Dach gerissen. Niemand sei verletzt worden. „Nun haben wir also auch noch so ein ‚Geschenk‘ erhalten“, kommentierte der Bischof.

Ukraine: Bischof berichtet über große Schäden und viele Tote

Derweil geht laut „Kirche in Not“ die Arbeit im Haus unvermittelt weiter. Frauen bereiteten in der Küche warme Mahlzeiten zu, die in zwei nahe liegende U-Bahn-Stationen gebracht werden, in denen sich hunderte Menschen aufhielten. Im einem Schutzkeller habe auch Honczaruk nach Mitteilung der Diözese Charkiw-Saporischschja mit etwa 40 Personen Schutz vor den zunehmenden Angriffen gefunden; Bischof Mytrofan von der orthodoxen Kirche der Ukraine sei dort ebenfalls untergekommen. Die beiden Bischöfe besuchten Verletzte im Krankenhaus und packten bei der Verteilung von Lebensmitteln mit an.

Honczaruk berichtete gegenüber dem Hilfswerk von großen Schäden und vielen Toten in anderen Stadtvierteln Charkiws. Das russische Militär habe zwar mehrfach betont, in der Ukraine würden keine Zivilprojekte angegriffen, doch ein zweiter „Kirche in Not“ übermittelter Videoclip zeige schwer beschädigte Wohnblöcke. Sie liegen dem Bischof zufolge gegenüber einer zerstörten Fabrik. „Das waren Wohnungen. Alle Fenster sind zerborsten. Viele Menschen wurden getötet. Auch die Oberleitungen einer Buslinie sind zerstört“, so Honczaruk. Der Clip zeige zudem mehrere ausgebrannte Privatautos, heißt es. Außerdem seien Explosionstrichter zu sehen.

Nothilfe-Paket in Höhe von einer Million Euro

„Kirche in Not“ hat nach Kriegsausbruch ein Nothilfe-Paket in Höhe von einer Million Euro auf den Weg gebracht. Das Geld komme Priestern und Ordensleuten zugute, die im ganzen Land in den Pfarreien, bei den Flüchtlingen, in Waisenhäusern und Altenheimen arbeiten. Darüber hinaus leiste das Hilfswerk Nothilfe für die vier griechisch-katholischen Exarchate und die beiden lateinischen Diözesen in der Ostukraine, die Charkiw, Donezk, Saporischschja, Odessa und die Krim abdecken.

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