Kölner Stadtdechant: Papst muss schnell über Woelki entscheiden

Der Kölner Stadtdechant Robert Kleine hat an Papst Franziskus appelliert, möglichst schnell über die Zukunft von Kardinal Rainer Maria Woelki zu entscheiden.
Köln – Der Kölner Stadtdechant Robert Kleine hat an Papst Franziskus appelliert, möglichst schnell über die Zukunft von Kardinal Rainer Maria Woelki zu entscheiden. Derzeit gebe es im Erzbistum eine "Hängepartie", sagte Kleine am Donnerstag im Deutschlandfunk. Zugleich müssten Entscheidungen zur Zukunft des kirchlichen Lebens im Erzbistum und zur Frage, wie die Kirche Vertrauen zurückgewinnen könne, schnell getroffen werden. Er fürchte, dass der Vatikan die Situation vor Ort nicht richtig im Blick habe, so der Stadtdechant.

(Symbolfoto: SatyaPrem/Pixabay)

Der Kölner Stadtdechant Robert Kleine hat an Papst Franziskus appelliert, möglichst schnell über die Zukunft von Kardinal Rainer Maria Woelki zu entscheiden. Derzeit gebe es im Erzbistum eine „Hängepartie“, sagte Kleine am Donnerstag im Deutschlandfunk. Zugleich müssten Entscheidungen zur Zukunft des kirchlichen Lebens im Erzbistum und zur Frage, wie die Kirche Vertrauen zurückgewinnen könne, schnell getroffen werden. Er fürchte, dass der Vatikan die Situation vor Ort nicht richtig im Blick habe, so der Stadtdechant.

Woelki hatte am Mittwoch nach fünfmonatiger Auszeit seine Arbeit wieder aufgenommen. Zugleich teilte er mit, dass er dem Papst seinen Rücktritt angeboten habe. Kleine kritisierte das Vorgehen. Die Auszeit habe zwar allen Beteiligten eine Atempause gebracht, eine Lösung des Konflikts aber nicht vorangebracht. „Wir stehen genau da, wo wir vor fünf Monaten standen“, sagte der Geistliche.

Zentral für die Zukunft Woelkis im Erzbistum ist nach Kleines Worten, ob der Kardinal seinen Leitungsstil ändert und zu größerer Transparenz und mehr Teilhabe der Gremien und Gläubigen bereit sei. Der Apostolische Administrator Rolf Steinhäuser, der das Erzbistum während Woelkis Auszeit verwaltete, habe hier in wenigen Monaten viel bewegt.

Kleine verwies darauf, dass Woelki in den kommenden Wochen intensiven Dialog mit Gremien und Gläubigen angekündigt habe. Es gebe viel Skepsis gegenüber dem Kardinal und viele Verletzungen. Aber wenn der Erzbischof zeige, dass er sich wirklich geändert habe, gebe es durchaus die Chance auf ein neues Miteinander, sagte der Stadtdechant.

kna