Welthungerhilfe fordert Friedensinitiativen

Die Welthungerhilfe hat angesichts der wachsenden Zahl Hungernder im Zuge von Versorgungsengpässen durch den Ukraine-Krieg internationale Friedensbemühungen gefordert.
Welthungerhilfe fordert Friedensinitiativen Mainz – Die Welthungerhilfe hat angesichts der wachsenden Zahl Hungernder im Zuge von Versorgungsengpässen durch den Ukraine-Krieg internationale Friedensbemühungen gefordert. Besonders afrikanische Länder wie Somalia, Äthiopien, Südsudan und Kenia, aber auch Jemen und Pakistan seien akut vom Getreidemangel bedroht, sagte der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mathias Rogge, am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin.

Hungrig, durstig, stark geschwächt – so geht es Millionen Menschen in Ländern Ostafrikas wie Kenia, Somalia oder Äthiopien. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine verschärft die Situation zusätzlich, da die Länder direkte Importe von Getreide auch aus der Ukraine angewiesen sind. (Symbolbild aus Äthiopien, 2021) © Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe hat angesichts der wachsenden Zahl Hungernder im Zuge von Versorgungsengpässen durch den Ukraine-Krieg internationale Friedensbemühungen gefordert. Besonders afrikanische Länder wie Somalia, Äthiopien, Südsudan und Kenia, aber auch Jemen und Pakistan seien akut vom Getreidemangel bedroht, sagte der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mathias Rogge, am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin.

Kriege Treiber von Unterernährung

Konflikte seien der größte Treiber von Unterernährung, deshalb müssten der UN-Sicherheitsrat und die G7-Nationen neue Friedensinitiativen einleiten. Deutschland, das derzeit die Ratspräsidentschaft der G7-Staaten innehat, müsse da vorangehen, so Rogge.

Laut einem UN-Bericht waren 2021 bereits 190 Millionen Menschen akut von Hunger bedroht, 40 Millionen mehr als im Vorjahr. Die eingeschränkte Versorgung mit Getreide aus der Ukraine droht die Lage massiv zu verschlimmern.

Welthungerhilfe: „Arme Länder kommen einfach nicht nach oben“

Neben einer globalen Konfliktbekämpfung mahnte Rogge auch grundsätzliche Veränderungen im globalen Wirtschafts- und Handelssystem an. Dieses benachteilige arme Länder grundsätzlich. „Die armen Länder kommen einfach nicht nach oben“, sagte Rogge. Auch der ungleiche Ressourcenverbrauch zwischen Industrienationen und Entwicklungsländern verschlimmere die Hungerkrise.

kna