Erzbischof Schick: Machtvolle Kirche war antidemokratisch

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Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat dazu ermuntert, in der rückläufigen Mitgliederzahl der Kirche einen Ruf Gottes zur Reform zu sehen.
Bad Staffelstein – Der Bamberger emeritierte Erzbischof Ludwig Schick hat dazu ermuntert, in der rückläufigen Mitgliederzahl der Kirche einen Ruf Gottes zur Reform zu sehen. "Es muss immer wieder Reduktion geben, damit es zur Konzentration kommt", sagte Schick am Samstag in Vierzehnheiligen. Dass die Kirche in früheren Zeiten das gesellschaftliche Leben und das politische Geschehen bestimmte, habe auch zu Missständen wie Machtmissbrauch, Meinungsmonopol und Unterdrückung geführt.

Erzbischof Dr. Ludwig Schick. –Foto: © Pressestelle Erzbistum Bamberg

Der Bamberger emeritierte Erzbischof Ludwig Schick hat dazu ermuntert, in der rückläufigen Mitgliederzahl der Kirche einen Ruf Gottes zur Reform zu sehen. “Es muss immer wieder Reduktion geben, damit es zur Konzentration kommt”, sagte Schick am Samstag in Vierzehnheiligen. Dass die Kirche in früheren Zeiten das gesellschaftliche Leben und das politische Geschehen bestimmte, habe auch zu Missständen wie Machtmissbrauch, Meinungsmonopol und Unterdrückung geführt.

„Die machtvolle Kirche hat politische Autokratie gefördert und war antidemokratisch“, sagte Schick. Dominanz und Größe können die Botschaft der Kirche verdunkeln und die Erfüllung des Kernauftrags erschweren. Der emeritierte Erzbischof äußerte sich bei einer Professfeier der Franziskusschwestern.

kna