Gemeinsames Glaubenszeichen: 72-Stunden-Aktion des BDKJ

Über 2200 Menschen aus dem Bistum Essen haben sich in 74 Gruppen für die dritte bundesweite 72-Stunden-Aktion angemeldet.
Gemeinsames Glaubenszeichen: 72-Stunden-Aktion des BDKJ

74 Gruppen haben sich im Bistum Essen für die Aktion angemeldet –Symbolfoto: Simon Wiggen | Bistum Essen

Sägen, Hämmern, Backen oder Spielen: Wenn ab Donnerstagnachmittag, 18. April, bundesweit zehntausende junge Leute loslegen, um in ihrer Nachbarschaft binnen 72 Stunden ein handfestes soziales Projekt auf die Beine zu stellen, sind auch über 2200 Menschen aus dem Bistum Essen mit dabei. 74 Gruppen haben sich zwischen Duisburg, Gelsenkirchen und dem Märkischen Sauerland angemeldet, um bei der dritten bundesweiten 72-Stunden-Aktion mitzumachen, zu der der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – der Dachverband der katholischen Jugendverbände – einlädt.

Acht der bislang 74 Gruppen im Ruhrbistum haben die sogenannte „Get it“-Variante gewählt und werden erst zum Projektstart am 18. April um 17.07 Uhr erfahren, welche Aufgabe sie in den folgenden 72 Stunden zu lösen haben. Für diesen Weg haben sich zum Beispiel Gruppen der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) in der Mülheimer Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt, der Gemeinde St. Elisabeth in Essen-Frohnhausen, der Pfarrei St. Joseph in Bottrop oder die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) in Hattingen-Bredenscheid entschieden.

Alle anderen wissen zumindest jetzt schon in etwa, womit sie sich am dritten Aprilwochenende beschäftigen werden. Hier umfasst das Spektrum zum Beispiel Bau- und Aufräumaktionen in benachbarten Kitas oder Grundschulen. Viele Projekte haben einen Umwelt-Hintergrund, mal wird Müll gesammelt, mal erhalten Insekten ein neues Zuhause – wie in Gladbeck-Rentfort, wo sich die DPSG St. Josef vorgenommen hat, in den 72 Stunden der Aktion 72 Insekten-Hotels zu bauen. Zudem werden zum Beispiel in Essen-Dellwig Stolpersteine geputzt, die an von den Nationalsozialisten ermordete jüdische Nachbarinnen und Nachbarn erinnern, in Bottrop wird ein Kinderschutzhaus renoviert, in Oberhausen fährt ein „Waffeltaxi“ durch den Stadtteil, um mit diesem süßen Angebot Geld für caritative Aufgaben zu erwirtschaften, und in Bochum bauen Jugendliche von KjG und DPSG in einem Altenheim Hochbeete, damit Seniorinnen und Senioren auch dort gärtnern können.

„Die Welt bei sich vor Ort ein kleines bisschen besser machen“
„Wir freuen uns, dass sich erneut zehntausende junge Menschen angemeldet haben, um in 72 Stunden die Welt bei sich vor Ort ein kleines bisschen besser zu machen“, sagt die BDKJ-Bundesvorsitzende Lena Bloemacher. Der Verband betont: Alle Gruppen setzen sich freiwillig für andere ein und geben so ihrem Glauben und ihren Werten Hand und Fuß. Auch nicht-katholische Gruppen würden an der Aktion teilnehmen und zeigen, dass die Werte der Jugendverbandsarbeit alle angehen. „Gemeinsam setzt die Aktion so ein Zeichen für Nachhaltigkeit und für ein solidarischen Zusammenleben, in Deutschland und darüber hinaus“, heißt es beim BDKJ. Im Bistum Essen ist zudem ein gemeinsamer Abschluss der 72-Stunden-Aktion geplant: Am Sonntagabend, 21. April, lädt der BDKJ im Bistum Essen ab 17 Uhr mit Livemusik, Essen und Getränken auf den Burgplatz am Essener Dom.
Gruppen, die sich – mit einer eigenen Idee oder der Projekt-Version „Get it“ – noch an der 72-Stunden-Aktion beteiligen möchten, können sich nach wie vor anmelden. Alle Information gibt es online auf www.72stunden.de.

tr

Info:
Vor der 72-Stunden-Aktion gestaltet der BDKJ einen Fernsehgottesdienst zur Aktion, der am Sonntag, 7. April, um 9.30 Uhr mit dem Motto „Unser Leben – mit großer Kraft“ im ZDF zu sehen ist. Der Gottesdienst wird aus der Offenen Tür Josefshaus im Bistum Aachen übertragen und ein junges und vielfältiges Bild der Kirche zeigen.