Kölner Kardinal Woelki kritisiert soziale Kälte in Deutschland

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat eine soziale Kälte der Gesellschaft kritisiert. Zu oft sähen die Menschen weg, wenn jemand in unmittelbar Umgebung in Not sei oder an Armut leide, sagte er dem Internetportal des Erzbistums Köln domradio.de am Sonntag.

Kardinal Woelki (Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0)

„Mir macht es Sorge, wenn es uns scheinbar nicht gelingt, die Kluft zwischen Arm und Reich besser zu überwinden“, so Woelki. Er verwies auf Studien, wonach Deutschland zu den Industrienationen mit den größten Vermögenunterschieden gehört.

Woelki sagte, es sei besorgniserregend, wenn eine alleinerziehende Mutter nicht weiß, wie sie den Schulausflug des Ältesten finanzieren kann oder Menschen in Containern und Abfalleimern nach Kleidung oder Lebensmitteln suchen müssten. Um sozialer Kälte etwas entgegen zusetzten brauche es „Menschen, die nicht lange lamentieren, sondern mit anpacken und dafür sorgen, dass es in unserer kalten Welt ein wenig wärmer wird.“

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