Augsburger Dom stand an Heiligabend unter Polizeischutz 

Der Augsburger Dom hat an Heiligabend 2018 unter Polizeischutz gestanden. Besucher des Kindergottesdienstes am Nachmittag des 24. Dezember hätten die Beamten wegen eines verdächtigen Mannes gerufen, teilte die Polizei am Mittwoch auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit. Der Mann habe mit den Händen „so etwas wie Schießbewegungen“ angedeutet und seltsam gewirkt, „jedenfalls nicht wie ein typischer Gottesdienstbesucher“.

Sofort seien uniformierte Kräfte zur Kathedrale gefahren. Den Verdächtigen hätten sie nicht mehr angetroffen. Danach hätten sich zivile Polizisten im und um den Dom postiert, um dessen Besucher weiter zu sichern.

Laut Polizei bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Gottesdienstteilnehmer. Es habe kein Vorkommnis von strafrechtlicher Relevanz gegeben. Aus diesem Grund seien auch keine Ermittlungen eingeleitet und bis dato keine Informationen an die Presse gegeben worden.

Karl-Georg Michel, Sprecher des Bistums Augsburg, lobte gegenüber der KNA das „umsichtige und schnelle Reagieren der Polizei“. Auch dankte er den „wachsamen Bürgern“. Es sei richtig und wichtig, im Notfall die Polizei zu rufen, sei es in einer Kirche oder anderswo. Kurz vor Heiligabend habe es den Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt gegeben, betonte Michel. Zuerst hatte die „Augsburger Allgemeine“ am Mittwoch auf ihrer Internetseite über das Thema berichtet.

kna
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