Papst warnt vor falschen Propheten

Papst Franziskus hat vor vermeintlichen Heilsbringern und dem Streben nach materiellem Reichtum gewarnt. „Viele präsentieren sich heute als Glückslieferanten: Sie versprechen Erfolg in kürzester Zeit, große Gewinne mit einem Handgriff, Zauberformeln für jedes Problem“, so das Kirchenoberhaupt beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Wer solchen Menschen folge, gerate leicht in die Gefahr, gegen das erste der Zehn Gebote zu verstoßen: Gott durch Götzen zu ersetzen.

Dagegen verwies der Papst auf die Seligpreisungen Jesu und ihre nach weltlichen Maßstäben widersprüchliche Logik. Demnach seien glücklich die Armen, Hungrigen, Verfolgten; hüten aber müssten sich die Reichen, Satten und Erfolgreichen. Denn Gott, so der Papst, sei aufseiten der Armen. Und mit ihm müsse dort auch der Platz der Christen sein.

„Die Seligpreisungen Jesu sind eine entscheidende Botschaft“ mahnte der Papst. Sie spornten an, nicht auf materielle Dinge zu setzen, „nicht das Glück der Illusionskünstler und Verkäufer von Scheinwelten zu suchen“.

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