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Novum im Erzbistum Köln: Sendungsräume in Bonn

Kirche gründet in Bonn 5 Sendungsräume

Das Erzbistum Köln hat in Bonn fünf Sendungsräume gegründet und diese neuartige Seelsorgestruktur erstmals in einem kompletten Kreis- und Stadtdekanat eingeführt. Alle Kirchengemeinden der Bundesstadt werden ab 1. September diesen Sendungsräumen zugeordnet, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten „Brief an die Katholiken in Bonn“ des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki. In den neuen pastoralen Räumen sollten die Gemeinden vernetzter miteinander arbeiten und neue Impulse für Seelsorge und Pastoral entwickeln.

Bonner Münster (Symbolfoto: Didgeman/pixabay)

Hintergrund sind die rückläufigen Katholiken- und Priesterzahlen. Das vom Erzbischof genehmigte „Bonner Modell“ sehe im Unterschied zur sonstigen Praxis im Erzbistum nicht vor, dass mit der Gründung eines Sendungsraums auch ein leitender Pfarrer ernannt werden müsse.

Stattdessen ernenne der Erzbischof in Bonn für den Zeitraum von 2020 bis 2023 in drei Sendungsräumen jeweils einen koordinierenden Pfarrer, der in Zusammenarbeit mit einem noch zu bildenden Laiengremium den Prozess der Sendungsraumbildung verantworte. Die Aufgaben und Rechte der jetzt tätigen leitenden Pfarrer in ihren Seelsorgebereichen blieben davon unberührt. Auch existierten alle Kirchengemeinden und Seelsorgebereiche weiter.

Im Einvernehmen mit den pastoralen Mitarbeitern und allen Bonner Kirchengemeinden habe der Erzbischof die Sendungsräume Bonn Süd-West, Bonn-Nord, Bonn-Beuel, Bonn-Mitte und Godesberg gegründet. Stadtdechant Wolfgang Picken erklärte: „Die Bildung von Sendungsräumen wird die Gelegenheit zu Kooperationen und Verstärkung bestehender Aktivitäten bieten und gleichzeitig anregen, in manchen Bereichen die Pastoral und das Zusammenleben in den gemeindlichen Räumen neu und innovativ zu denken.“

kna

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