Kardinal Müller warnt vor Wahl Bidens

Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat US-Katholiken vor einer Wahl des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden gewarnt. Über den persönlichen Glauben Bidens könne und wolle er kein Urteil abgeben, sagte Müller dem österreichischen Internetportal kath.net.

Kardinal Müller (Foto: Heselmann)

Kardinal Müller (Foto: Heselmann)

Doch wer Biden und vor allem seine Stellvertreterin Kamala Harris wählt, müsse „wissen, dass er mit seiner Stimme (1.) Ja sagt zur Abtreibung und zur Kommerzialisierung von Kindstötung und dem Handel mit ihren Organen. Dass er (2.) mit seiner Stimme das grundlegende Menschenrecht der freien öffentlichen Religionsausübung gefährdet. Dass er (3.) mit seiner Stimme der Ausschaltung der Katholiken aus öffentlichen Ämtern Vorschub leistet und dass er (4.) sich feige den Hassreden gegen die Katholiken beugt“, so Müller.

Keiner solle sagen dürfen, das habe er nicht gewollt

Weiter sagte der Kardinal: „Es soll dann keiner sagen dürfen, das habe er nicht gewollt, er hätte niemals geglaubt, dass es so schlimm kommen könnte, und dass er auf die Propaganda gegen ‚die religiöse Rechte‘ in Amerika hereingefallen sei.“

Zur Corona-Erkrankung von Amtsinhaber Donald Trump sagte Müller, Christen fühlten „mit jedem mit, der von einer heimtückischen Krankheit befallen wird“. Wer in einer solchen Situation Schadenfreude empfinde, müsse sich „psychologisch behandeln lassen und sollte als Katholik schleunigst in der heiligen Beichte die Absolution von einer schweren Sünde gegen die Nächstenliebe suchen“. Der Kardinal weiter: „Alle vernünftigen Schutzmaßnahmen, die von der legitimen Autorität erlassen werden, müssen wir befolgen.“

Präfekt der Glaubenskongregation von 2012 bis 2017

Der deutsche Kardinal Müller war von 2012 bis 2017 Präfekt der Glaubenskongregation im Vatikan. Danach verlängerte Papst Franziskus seine Amtszeit nicht.

kna
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