Bischof stimmt Votum der Pfarrei St. Cyriakus zu

Der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, hat dem Votum der Pfarrei St. Cyriakus für den Pfarrei-Entwicklungsprozess (PEP)  zugestimmt. Er würdigt in seinem Genehmigungsschreiben ausdrücklich die „in einem partizipativen und transparenten Pfarreiprozess entwickelten pastoralen Perspektiven und Handlungskonzepte“. Der Bischof lobt weiterhin, dass das Votum zeige, „wie intensiv und sorgfältig Sie sich mit den Lebensbedingungen der Menschen in den einzelnen Stadtteilen Ihrer Pfarrei auseinandergesetzt haben.“ Diese Perspektivplanung enthalte „Vorschläge, die die Kirche in Bottrop für die Zukunft ausrichten und wirtschaftlich nachhaltig gestalten“ attestiert der Bischof dem vorgelegten Votum. Bischof Overbeck dankt allen „Mitwirkenden sehr herzlich für Ihre Arbeit und Ihr eindrucksvolles Engagement.“

Beratung der Pfarrei St. Cyriakus im Oktober 2015.
Foto: Spernol

Die Maxime „Pastoral zuerst“ habe sich durch alle Beratungen des PEP, wenn auch die finanziellen Möglichkeiten mit den pastoralen Bedürfnissen der Menschen in der Pfarrei zusammengebracht werden sollten, heißt es in einer Pressemitteilung der Pfarrei. „Kirche bleibt in der Fläche“, sei ein weiteres Ziel gewesen. Mit der Entscheidung zugunsten von St. Cyriakus in der Innenstadt und St. Ludger im Fuhlenbrock habe  sich die Pfarrei „bewusst für eine pastorale Perspektive und nicht für die wirtschaftlich einfachere Lösung ausgesprochen“. Weitere Gottesdienstorte bleiben die Kapellen des Marienhospitales, des Knappschaftskrankenhauses, des Caritas-Seniorenzentrums St. Teresa sowie die Kirche St. Suitbert am Malteserstift. Für das gemeindliche Leben stehen Gemeindehäuser, in Zukunft der geplante Neubau „Kirchplatz 2/3“ sowie das Gemeindezentrum St. Ludger, zur Verfügung. Ergänzend werden die Gemeindeheime St. Bonifatius und St. Barbara nutzbar bleiben, solange die Fördervereine vor Ort den Standort tragen.

„Wie zuvor an St. Barbara, an St. Suitbert und beim Stadthaus in der City übernimmt die Pfarrei die Aufgabe und Verpflichtung, in den nächsten Jahren mit großer Sorgfalt kreative Ideen zur Umwidmung oder Veränderung des Standortes St. Elisabeth und der Kirchen St. Bonifatius und Herz Jesu zu entwickeln und umzusetzen“, so Verwaltungsleiter Thomas Hellbach.

Im Pfarrei-Entwicklungsprozess für die Zeit bis 2030 sind alle Pfarreien im Bistum Essen aufgefordert, in die Zukunft zu blicken und sie weiter zu entwickeln. Schon im Frühjahr 2014 starteten in Bottrop für die Pfarrei die Beratungen. Im Mai 2014 kam es zur ersten großen öffentlichen Auftaktveranstaltung mit 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ziel war es, möglichst viele Menschen im Zukunftsprozess mitzunehmen und dabei die größtmögliche Offenheit und Transparenz herzustellen. Die folgende Arbeitsphase des Zukunftsprozesses mit insgesamt 19 Treffen sachkundiger Gremien dauerte rund eineinhalb Jahre. Im Oktober 2015 lud die Pfarrei dann – vor einer endgültigen Entscheidung über das Votum – zur öffentlichen Pfarrkonferenz ein. Im Stadthaus waren ausdrücklich Fragen und Beiträge zu dem erwünscht, „was mit Blick auf das Konzept bis zum Jahr 2030 noch fehlt“. Einen wesentlichen Teil der Arbeit zur Beteiligung möglichst vieler in St. Cyriakus leistete die Koordinierungsgruppe aus Mitgliedern des Pfarrgemeinderates, des Kirchenvorstandes, aus dem Seelsorgeteam und der Verwaltung, begleitet von zwei Mitarbeitern des Bistums. Damit bildete die Koordinierungsgruppe die gesamte Breite der Pfarrei ab.

„Zusammenarbeit mit Bottroper Nachbarpfarrei St. Joseph zu intensivieren“

Angesichts der Tragweite der getroffenen Entscheidungen rät der Bischof von Essen „auf dem weiteren Weg jene Menschen mit zu nehmen, die sich von den Veränderungen in Ihrer Pfarrei besonders betroffen fühlen“, und regt an „bei den weiteren Schritten die Zusammenarbeit mit Ihrer Bottroper Nachbarpfarrei St. Joseph zu intensivieren.“ Bei der Umsetzung der pastoralen und wirtschaftlichen Entscheidungen wünscht Overbeck „für die nächsten Jahre Mut, Geschick, Ausdauer und vor allem Gottes Segen“. Das Votum wird jetzt nach Bestätigung durch Bischof Overbeck auch in einer Druckversion aufgelegt. Interessierte können es aber auch jetzt bereits unter www.st-cyriakus.de nachlesen.