„Wir müssen Prioritäten setzen“

Pater Michael Josef Heinz ist seit einem Jahr Hauptgeschäftsführer von Adveniat. Im großen Interview mit Neues Ruhr-Wort schildert er Einsichten, die er seither gewonnen hat, und blickt auf Aufgaben und Herausforderungen für das katholische Lateinamerika-Hilfswerk.

Priestermangel, Großpfarreien und Diskussionen um neue pastorale Konzepte sind für den seit rund einem Jahr amtierenden Hauptgeschäftsführer des katholischen Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Pater Michael Heinz, nach 24 Jahren Erfahrung in Südamerika nichts neues. Konzepte und Modelle von der südlichen Erdhalbkugel könnte sich die katholische Kirche in Deutschland in ihrer Umbruchphase zum Vorbild nehmen, empfiehlt Heinz im großen Interview mit dem „Neuen Ruhr-Wort“. Darüber hinaus zeigt er sich überzeugt, dass die aktuell diskutierten „viri probati“ – verheiratete Männer, die zu Priestern geweiht werden – kommen werden. „Eine Prognose wann – das ist eine andere Frage“, räumt er aber ein.

Große Erwartungen hegt Heinz aber nicht nur mit Blick auf die 2019 im Vatikan stattfindende Amazonas-Synode. Angesichts der aktuellen Entwicklungen und Strukturprozesse in der deutschen Kirche nennt der Adveniat-Hauptgeschäftsführer den „Ansatz der integralen Pastoral“ aus Lateinamerika als beispielgebend. In den sogenannten Basisgemeinden oder kleinen christlichen Gemeinschaften in den Ortsgemeinden Lateinamerikas „finden wir eine sehr lebensnahe Sozialform der Kirche, die versucht, den Menschen als Ganzen zu sehen“, so der Steyler Missionar. Es sei die Pfarrei oder Gemeinschaft als Ganzes, die sich um die Bedürfnisse des Einzelnen kümmere. In Deutschland werde „oft zu stark getrennt“, einerseits nach Caritas und Soziales, andererseits nach Sakramenten und Gottesdienst. „Dass man das nicht überall als Ganzes zusammensieht – ich denke, das ist das Problem“, erklärt Heinz.

Es sei eine der Aufgaben Adveniats, die Erfahrungen und pastoralen Prozesse aus Lateinamerika in die deutsche Ortskirche zu transportieren, bekräftigt der Hauptgeschäftsführer mit Blick auf die aktuelle Umbruchsituation. „Darin sehe ich eine große Chance“, so Heinz. „Die Bistümer sind ganz verschieden unterwegs. Alle durchlaufen einen sehr ernsthaften Prozess, in den die Weltkirche mit eingeschlossen wird. Und ich glaube, als Adveniat können wir etwas dazugeben, weil wir eine gute und positive Erfahrung aus der Kirche von Lateinamerika haben.

Zwei persönliche Begegnungen mit Papst Franziskus erklärt Pater Heinz zum Höhepunkten seines ersten Jahres als neuer Adveniat-Hauptgeschäftsführer. Hierzu gab es die Gelegenheit bei der Papstreise nach Kolumbien sowie bei einer Privataudienz. „Franziskus ist auf uns als Adveniat zugekommen und hat uns um Unterstützung gebeten für die Amazonas-Synode im Oktober 2019, um eine weitere  Stimme für die Erfahrungen von Lateinamerika, von den Menschen am Amazonas, von den Indigenen, von den Armen bei der Synode zu haben“, berichtet Pater Heinz.

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